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Wie das Leben so spielt: Ich habe gestern den Artikel verfasst, ein paar Stunden später jedoch habe ich was an meinem Rechner umgebaut und dabei auch eine Platte entfernt - und schwupps, das war auch doch gerade die, auf der Grub installiert war. Folglich konnte ich nicht mehr starten und sah mich der Situation ausgesetzt, jetzt auch "in echt" Grub neu installieren zu müssen.

Ich habe dies nach den Punkten des vorherigen Artikels gemacht, aber leider hat das nicht so funktioniert, wie es sollte, da die Anweisung find /boot/grub/stage1 nicht das gewünschte Ergebnis brachte. Da stand ich schon etwas belämmert da.

Im Wiki von Ubuntuusers.de fand ich aber dann die richtige Methode, doch noch zum Ziel zu kommen (Methode 3 - Chroot über ein Live-System):

* Starten einer Live-CD, in meinem Fall Kubuntu 7.10, es geht aber auch jede andere

* Dort eine Konsole öffnen

* Auf der Konsole folgende Anweisungen eingeben:

- sudo mount /dev/sda2 /mnt - damit hängt man seine Hauptpartition (also "/") unter /mnt ein
- hat man eine seperate boot-Partition (so wie bei mir), diese auch extra einhängen: sudo mount /dev/sda3 /mnt/boot
- sudo mount -o bind /dev /mnt/dev
- sudo mount -t proc /proc /mnt/proc
- und abschließend mit folgender Anweisung ins installierte System wechseln: sudo chroot /mnt
- grub-install /dev/sda (An dieser Stelle trat bei mir der Fehler Could not find device for /boot: Not found or not a block device. auf; dann cp /proc/mounts /etc/mtab eingeben und den Befehl nochmals ausführen)
- mit exit das chroot verlassen

Hier muss man natürlich bedenken, dass man die Partitionen richtig angibt. Oben steht überall /dev/sda, da das bei mir die erste Platte im System ist (SATA). Hast Du aber z.B. IDE-Platten, dann muss das /dev/hda sein. Wem das nicht klar ist, der sollte sich mal das Kapitel im Debiananwendenderhandbuch anschauen.

Mit obigem Verfahren konnte ich zumindest wieder den Rechner starten. Nun wurde Grub auch richtig gefunden, allerdings waren die Einträge in Grub noch falsch und verwiesen auf falsche Platten bzw. Partitionen.
Da aber dies bei jedem unterschiedlich ist, kann man das auch im "Try&Error"-Verfahren rausbekommen. In Grub den entsprechenden Punkt markieren und mit "e" bearbeiten und nach dem Anpassen vom "root"-Parameter kann man dies dann mit "b" booten. Diese Änderungen sind nur temporär, werden also nicht gespeichert. So kann man testen, bei welcher Konfiguration man sein System wieder booten kann und dann mittels sudo mcedit /boot/grub/menu.lst diese Einstellungen direkt in das Menü von Grub speichern, wenn man im System wieder drin ist.

Jedenfalls hat diese Methode astrein funktioniert. Alles läuft wieder, so wie es soll. Smile

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