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Blog-Artikel vom März 2008

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In der Suche von Windows XP alle Dateien durchsuchen

20.03.2008 | Microsoft | 0 Kommentare
Manchmal ist man ja doch gezwungen, mit Windows zu arbeiten. Eine der IMHO dümmsten Ideen von Microsoft war es, von der Suche nicht registrierte Dateien auszuschließen. Also praktisch alles, was interessant ist, aber nicht von Microsoft kommt (Endungen py, js, php, xml, css z.B.). Resultat: Die Windows-Suche ist in vielen Fällen nicht zu gebrauchen, vor allem wenn man nach irgendwas in Quellcode-Dateien suchen will.
Damit ich nicht jedes Mal wie der Ochs vorm Berg steh, hier einfach mal die Notiz, wo in der Registry das ganze änderbar ist:

Den Wert HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\ContentIndex\FilterFilesWithUnknownExtensions auf 1 setzen und gut is. Aber da wir ja unter Windows sind, ist natürlich ein Reboot bei dieser gravierenden Änderung fällig. Sad

Umfangreiche hosts-Datei verhindert Werbungs- und Trackinganfragen

19.03.2008 | Fundstücke | 0 Kommentare
Im Internet wird vielerlei aufgezeichnet und beim Surfen hinterlässt man immer seine Spuren. Aber vieles davon kann man mit einfachen Mitteln unterbinden.

Viele Webseite binden Werbung von Dritten ein, die dann von anderen Servern als die Ursprungsseite nachgeladen wird. Ebenso werden oft Statistiken bei Drittdiensten geführt. Oder - wie im Falle des Internet Explorers - Schreibfehler in der URL werden sofort an den Hersteller übermittelt, der dann damit eine Suchanfrage durchführt (und somit weiß, wohin wir wollten bzw. wo wir uns verschrieben haben).

Wie gesagt, vieles davon kann man einfach unterbinden, indem man Zugriffe auf diese Drittserver blockt. In der Regel funktionieren alle Webseiten dennoch wie gewohnt, aber man spart einiges an Traffic ein (und auch an Zeit, da z.B. Werbungsserver gerne mal überlastet und laaaaaangsam sind).

Eine wunderbare Vorlage für solch eine Hosts-Datei findet man bei someonewhocares.org. Diese Datei kann man fast 1:1 übernehmen, allerdings sollte man sie (zumindest das obere Drittel) mal überfliegen und evtl. anpassen.
Installiert wird sowas, indem man z.B. in Linux diese Datei unter dem Namen /etc/hosts speichert (dazu braucht man root-Rechte). Vorher sollte man aber seine Original-Datei für alle Fälle sichern:

sudo cp /etc/hosts /etc/hosts.original
sudo cp HERUNTERGELADENEDATEI /etc/hosts

Wo bei anderen Betriebssystem die entsprechenden Dateien zu finden sind, steht in Kurzform auf der Webseite. Die Text-Datei selbst kann man gleich von hier mit rechter Maustaste und "Ziel speichern" (o.ä., je nach Browser) herunterladen.

Inkrementielle Backups auf "öffentlichem" FTP-Server

17.03.2008 | Code | 2 Kommentare
Sehr oft stellen Anbieter von Root-Servern oder vServern Backup-Platz auf einem FTP-Server im gleichen Subnetz zur Verfügung, also innerhalb des Rechenzentrum, in dem die eigene Kiste steht. Das Problem dabei: Der eigene Backupplatz dort ist nicht vor den Augen Dritter sicher, so kann der Anbieter selbst bzw. der Admin des Backup-Rechners mal vorbei gucken oder vielleicht gibts sogar einen Fehler im FTP-Server oder dem Netzsegment und die Daten stehen sperrangelweit offen (Fehler sind menschlich und passieren auch in den besten Umgebungen).

Natürlich möchte man nicht, dass alle Daten, ob Mails, Webseiten, SQL-Dumps oder Konfigurationsdateien einfach so offen liegen.

Des weiteren muss man natürlich auch regelmäßig Backups machen, damit diese was nützen. Dabei sollten diese aber wenig Platz verbrauchen. Meist hat man nur recht geringen Platz zur Verfügung (30 bis 50 GB sind so der Durchschnitt bei den meisten Anbietern nach meinen Erfahrungen).

Alle beiden Dinge kann man relativ simpel lösen: Duplicity!

Duplicity ist ein Programm, dass verschlüsselte, inkrementielle Backups erstellen und diese dann zum Beispiel auf FTP-Servern speichern kann. Duplicity ist im Debian-Repository (und auch in (K)Ubuntu) enthalten und kann einfach installiert werden:

sudo aptitude install gpg
sudo aptitude install duplicity

Nun kann man schon Backups erzeugen:

FTP_PASSWORD=secret duplicity /home/exampleuser ftp://backupuser@backup.example.com/subdirectory

Beim ersten Lauf wird ein Vollbackup erzeugt, erst bei erneutem Aufruf werden dann inkrementielle Backups erzeugt.

Mit dem Parameter --exclude kann man Verzeichnisse vom Backup ausschließen. Backups wiederherstellen geht auch relativ simpel:

FTP_PASSWORD=secret duplicity ftp://backupuser@backup.example.com/ /home/exampleuser

Allerdings kann man dies so noch nicht automatisiert verwenden (z.B. in Cron Jobs). Duplicity benötigt ein Passwort zur Verschlüsselung und fragt so jedesmal nach. Damit das reibungslos geht, müssen wir erstmal in GnuPG einen Schlüssel dafür anlegen.

debianserver:/home/exampleuser# gpg --gen-key

Ob das ganze richtig funktioniert hat, kann man einfach nachprüfen: gpg --list-keygibt eine Liste der Schlüssel aus. Da sollte der gerade angelegte mit den richtigen Daten dabei sein.

So, nun können wir uns ein kleines Skript schreiben, das den eigentlichen Aufruf von duplicity übernimmt:
#!/bin/bash

export PASSPHRASE=secret
export FTP_PASSWORD=ftpsecret

duplicity --encrypt-key "9D6F907C" --sign-key "9D6F907C" \
--exclude /proc \
--exclude /dev \
--exclude /sys \
--exclude /swap \
/ ftp://user@backup-server.de/

Natürlich muss man hier noch Anpassungen vornehmen. Als PASSPHRASE wird das Passwort für die GPG-Verschlüsselung eingetragen, das wir auch oben bei der Erstellung verwendet haben. Als encrypt-key und sign-key trägt man die ID des Schlüssels ein (das ist oben in rot markiert). Zur Erhöhung der Sicherheit kann man auch zwei unterschiedliche Schlüssel verwenden. Die FTP-Daten muss man entsprechend den Daten anpassen, die man von seinem Anbieter bekommen hat.
Auch sollte man sich überlegen, welche Verzeichnisse man genau ausklammern will und entsprechende Zeilen hinzufügen.

In diesem Beispiel wird die komplette Verzeichnisstruktur bis auf die paar mit exclude ausgenommenen Verzeichnisse gesichert (dafür ist das / in der letzten Zeile verantwortlich). Ob man wirklich so umfangreiche Sicherungen will, ist je nach Situation unterschiedlich. Darüber sollte man durchaus erstmal nachdenken und das Für und Wider einer großen, allgemeinen zu einer kleinen, speziellen Sicherung abwägen.

Wer will, kann sich das Ergebnis immer per Mail zuschicken lassen (dazu einfach | mail -s "duplicity backup" root@pumuckl-fanclub.de hinten dran anhängen). Wer sich aber Ergebnisse von Cron-Jobs eh per Mail zuschicken lässt (MAILTO-Anweisung in der crontab) kann darauf verzichten, da er diese Ergebnisse sowieso bekommt.

Als letzten Schritt speichert man obiges Skript z.B. unter /usr/local/bin/ftpbackup und macht dies mit chmod +x /usr/local/bin/ftpbackup ausführbar. Dann editiert man mit
crontab -e die Crontab von root (vorher evtl. mit sudo su auf root wecheln). Das Skript muss als root laufen, wenn wie im obigen Beispiel die gesamte Verzeichnisstruktur gesichert werden soll. Soll nur z.B. ein Homeverzeichnis eines bestimmten Benutzers gesichert werden, reicht es auch aus, den Aufruf in die crontab dieses Nutzers einzutragen.
Wie dem auch sei, man trägt eine Zeile für das Backup ein:

27 5 * * * /usr/local/bin/ftpbackup

Diese Zeile bewirkt, dass jeden Tag frühs um 05:27 Uhr das Backup gestartet wird.

Das sollte reichen. Jetzt startet man am besten erstmal manuell ein Backup, da das erste ja ein Full Backup wird und somit relativ lange dauern dürfte. In Zukunft kommen dann inkrementielle Backups hinzu.

Noch ein Tipp:
Mit folgender Zeile kann man sich den Restplatz auf dem FTP-Backup-Server anzeigen lassen (allerdings ist dieser Tipp nicht auf meinen Mist gewachsen, sondern das habe ich irgendwo aufgeschnappt, weiß aber leider die Quelle nicht mehr. Dennoch ein Dank an dieser Stelle an Unbekannt dafür Wink ):
echo du . | lftp -u FTPUSER,FTPPASSWORT FTPSERVER | awk -v LIMIT="50" '$1~/[0-9]+/ {QUOTA=LIMIT*1024*1024; print (QUOTA-$1)/1024/1024 " GB left"}'

Natürlich müssen die roten Werte an die Werte der eigenen Umgebung angepasst werden. Als LIMIT wird der vom Anbieter zugewiesene Platz in GB genannt, in diesem Fall 50 GB. Das ganze kann man auch (ähnlich wie oben) als Skript verpacken, z.B. unter /usr/local/bin/ftpbackupleft o.ä.

Unterschriftenaktion WoW nativ unter Linux

08.03.2008 | World of Warcraft | 0 Kommentare
Es läuft eine Unterschriftenaktion, um Blizzard dazu zu bewegen, evtl. World of Warcraft nativ unter Linux lauffähig zu machen. Leider gibt es bisher noch kaum Unterschriften, was vor allem daran liegen dürfte, dass diese Aktion kaum bekannt ist. Das ganze ist zwar doch ziemlich unwahrscheinlich, da WoW unter Wine nahezu perfekt läuft, aber trotzdem kann man die Aktion durchaus unterstützen. Man darf ja noch träumen ... Wink
Unterschriftenaktion WoW nativ unter Linux

Offener Brief an Nvidia zur besseren Zusammenarbeit mit der Open-Source-Community

06.03.2008 | Fundstücke | 0 Kommentare
Intel und AMD/ATI haben Spezifikationen veröffentlicht, mit denen Open-Source-Entwickler bessere Treiber für die Grafikkarten der Hersteller schreiben können. Leider ist bisher Nvidia nicht nachgezogen - zwar funktioniert der Nvidia-Treiber ziemlich gut, dennoch führen proprietäre Treiber gern mal zu Problemen, bei denen nur der Hersteller was machen kann (und das dauert manchmal verdammt lange, wie die Situation derzeit mit Adobe Flash und Opera aufzeigt Sad ).

Es wurde nun eine Unterschriftensammlung gestartet, um Nvidia vielleicht dazu zu bewegen, ihre Strategie nochmal zu überdenken. Da zählt jede Unterschrift, also mach mit! Wink
http://www.opentheblob.com/nvidia/