Vor ein paar Tagen beschrieb ich die gelungene Installation vom Ubuntu Jaunty Netbook Remix auf meinem Asus eeePC 900. Nachdem ich nun einige Zeit damit gearbeitet habe, habe ich mich heute dazu entschlossen, wieder ein "normales", herkömmliches Ubuntu zu installieren. So nett der Netbook Remix mit der auf kleinen Bildschirmen optimierten Oberfläche auch ist - im Praxiseinsatz war es für mich eher hinderlich. Vielleicht bin ich die normale Oberfläche auch schon zu gewohnt, aber ich war unterm Strich bei der meisten Arbeit langsamer und es fühlte sich einfach nicht so "rund" an. Einen wirklich rationalen Grund gibt es wohl nicht - aber mit dem Standard-Gnome-Desktop (mit Anpassungen) komme ich einfach besser zurecht.

Die Installation der neuesten Version funktioniert immer noch genauso, wie im Artikel zu Ubuntu Hardy beschrieben. Allerdings - wie auch schon beim Netbook Remix-Test erwähnt - funktionieren die meisten Dinge out-of-the-box, bei denen zuvor manuell nachgebessert werden musste.

Zuerst muss ein USB-Stick zur Installation vorbereitet werden. Wer ein Ubuntu Intrepid 8.10-System zur Verfügung hat, kann einfach das Programm usb-creator verwenden. Das erledigt die gesamte Einrichtung des Sticks vollautomatisch. Sehr feines Ding!
Andere Wege sind im deutschen Wiki beschrieben.

Die Installation selbst verläuft wie gewohnt. Es empfiehlt sich allerdings, schon ext4 als Dateisystem zu verwenden: Die Performance ist spürbar besser als bei ext3!

Nach der Installation wird ein nicht-freier Madwifi-Treiber für WLAN angeboten. Ich habe diesen aber nicht installiert, da das WLAN sofort fehlerfrei funktionierte.

Das funktioniert alles:
- Funktionstasten (bis auf die fürs WLAN Fn+F2, da passiert nichts)
- WLAN
- Sound
- Webcam

Nicht getestet habe ich das Mikrophon, da ich es eh nicht verwende.

Die Compiz-Einstellung, damit Fenster auch über den Rand des Monitors geschoben werden können, empfiehlt sich weiterhin:

sudo gconftool-2 --set /apps/compiz/plugins/move/allscreens/options/constrain_y --type bool 0

Die Prozessortaktung geht nachwievor nicht automatisch, da das entsprechende Kernel-Modul fehlt. Die Installation verläuft exakt wie im alten Artikel beschrieben. Ebenso habe ich auch die dort beschriebenen Optimierungen vorgenommen, um das Swappen z.b. so weit wie möglich zu unterbinden.

Allerdings sind diese Anpassungen optional, so dass durchaus gesagt werden kann, dass Ubuntu 9.04 reibungslos auf dem Asus eeePC 900 funktioniert.

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Kommentare

  1. Kommentar 1 von Ramon am 12.06.2009 um 22:44 Uhr (Permalink):
    Hallo,

    hasst du es irgendwie noch hingebracht, dass die Funktionstaste fürs WLAN funktioniert? WLAN muss bei mir eigentlich nicht immer on sein :)

    Gruss Ramon
  2. Kommentar 2 von Benjamin Heil am 12.06.2009 um 22:44 Uhr (Permalink):
    Hi Ramon,

    ich hab noch nicht geschaut. Aber das werd ich das Wochenende mal machen, da dürfte ich dazu kommen.
    Wenn ich was rauskriege, werde ich einen Artikel dazu schreiben. :)

    Ciao

    Benjamin

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