Blog ist wieder reines Blog


Ich hatte zwischenzeitlich dem Blog hier viele weitere Funktionen eingebaut. Da diese aber nun auf kendoo.net ausgelagert sind, habe ich den Quellcode aufgeräumt und aus dem Blog wieder ein reines Blog gemacht. Ich hoffe, es funktioniert noch alles so, wie es auch funktionieren soll. Wink

Die alten Links leiten nun auf die entsprechenden Dienste bei kendoo.net weiter. Von daher sollte das kein Problem darstellen.

Der Quellcode ist auch einsehbar unter https://secure.bheil.net/b3/.

Ich hatte auch überlegt, das eigene Blog mit etwas anderem auszutauschen, z.B. Wordpress oder das auch auf Django basierende byteflow. Beides sehr gute Blog-Engines. Allerdings ist byteflow zu "überladen" für mein kleines Blog und hat viele Features, die ich nicht brauche. Außerdem gefiel mir nicht, dass soviel Javascript Einsatz findet. Zumindest nicht in einem Blog. Daher fiel meine Wahl darauf, doch mein eigenes System zu entschlacken und hier weiter zu verwenden. Das ist zwar recht einfach gehalten, aber läuft nun seit über einem Jahr ziemlich gut.

Abwrackprämie unverschlüsselt?


Da ich überzeugter Nicht-Autofahrer bin, habe ich nur am Rande mitbekommen, dass die Anträge zur Abwrackprämie online gestellt werden müssen. "Die Behörden gehen mit der Zeit, recht so" dachte ich. Aber anscheinend ist das Formular nur unverschlüsselt erreichbar: http://www.ump.bafa.de/ Shocked

Da werden private Daten abgefragt und dann einfach so verschickt, und das, obwohl der Großteil der Nutzer wohl ziemlich unwissend in Computerfragen sein dürfte und sich darüber bestimmt nicht im Klaren ist. Das ist ja schon grob fahrlässig von den Machern, sowas nicht ausschließlich über https anzubieten.

Das ist kein Vorzeige-Beispiel von gelungenem eGovernment.

T-Shirts von Microsoft: Verfrühter April-Scherz?


Microsoft will anscheinend T-Shirts verkaufen. Mit Logos aus den alten Dos-Zeiten oder aus Bills "schlimmen" Jugendjahren. Diese Kampagne kostet auch nur schlappe 300 Millionen.

Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber das schwankt irgendwo zwischen lächerlich und peinlich. Anstatt das Geld in die eigene Software zu stecken, wird am "Image" gefeilt. Das kommt davon, wenn Marketing-Fuzzies den Laden schmeissen. Ich kann da nur den Kopf schütteln.

Hoffentlich gibts irgendwann mal ein Shirt mit Bluescreen; das wäre wenigstens selbstironisch. Oder ein Shirt mit Ballmer in liebevoller Umarmung mit einem Stuhl. Wink

... böse Buben könnten sich beim Online-Spiel böse Sachen ausdenken


Mein Gott, was gibt es für Spinner auf dieser Welt. Die amerikanischen Geheimdienste denken also, böse Buben könnten sich beim Online-Spiel böse Sachen ausdenken (siehe heise.de-Artikel). Wie paranoid muss man eigentlich sein? Wenn man es soweit treibt, dann ist wohl jeder Mensch, der irgendwann irgendwie irgendwo mit einem anderen kommuniziert, ein potentieller Terrorist. Hui, ich hab ein Blog. Das dient zur Kommunikation. Das ist gefährlich, keine Frage.


Google Chrome?


Zur Zeit ist Google Chrome der absolute Hype in der Medienlandschaft. Aber warum eine Beta-Software mit Sicherheitsmängeln und dem Zwang, mit eindeutiger ID nach Hause zu telefonieren, so einen Run auslöst, steht für mich in den Sternen. Muss wohl an Googles Aura liegen.

Chrome scheint einige technische Merkmale zu haben, die zukunftsweisend sein dürften (siehe das Google Chrome Erklärungs-Comic). Auf der anderen Seite der Medaille steht, dass jegliche Eingabe in die Adressezeile sofort an Google geschickt wird und auch jede Installation seine eigene eindeutige ID hat. Klingt nach einem Spionagetool erster Sahne.

Zwar kann man dem Browser die eindeutige ID entziehen, indem man eine eigene in die Konfiguration einträgt. Ebenso ist es möglich, das meiste der Nach-Hause-Telefoniererei abzuschalten, aber mal Hand aufs Herz: Warum sollte man einen Browser verwenden, den man erst noch umständlich konfigurieren muss? Bei all den guten Alternativen da draussen?


Spam-Kommentare und tschüß!


Vor einiger Zeit, als ich die Software für diesen Blog hier schrieb, integrierte ich zwar auch Spam-Schutz für die Kommentarfunktion (durch den Einsatz der fantastischen comment_utils; warum das Rad zweimal erfinden?), hatte dies aber deaktiviert. Doch die letzten Tage hat sich das Spam-Aufkommen in den Kommentaren vervielfacht, soll heißen: Die Spammer haben das Blog hier entdeckt und munter Linklisten gepostet (bestes Beispiel hier). Ich aktivierte also Akismet, und - tata - es ging natürlich nicht. Nach einigem Debuggen hab ich den Fehler dann gefunden: Ein Rechtschreibfehler! Oh Mann!
Datz

Jedenfalls werden nun alle Kommentare (und Trackbacks) von Akismet durchleutet und Spam-Kommentare rausgefiltert.

Trotzdem schade, dass überhaupt solche Massnahmen nötig sind. Spam ist ein einziges Elend! Sad

Nero? Ein Brennprogramm?


Heute musste ich auf einer Windows-Maschine Nero Burning Rom installieren. In Version 5 war das mal das beste Brennprogramm für Windows. Aber jetzt in Version 7 ist das ja mal eine totale Themaverfehlung. Was als einfaches (und daher gutes) Brennprogramm angefangen hat, ist zur "Suite" geworden. Programme für TV, Radio, Streaming, Multimedia hier und da und sonstiges ist integriert, aber um einfach mal ein paar Dateien zu brennen, gibts nichts einfaches - das ist irgendwie nicht intuitiv, sondern kompliziert. Und der Abschuss: Nero Scout! Ein Programm zur Indexierung der Festplatte? Was hat sowas bei einem Brennprogramm zu suchen? Was soll dieser ganze Multimedia-Verwaltungs-Kram? Gibts bei einem Brenner kein richtiges Brennprogramm wie k3b mehr dazu?

Ein Programm, eine Aufgabe. Das funktioniert und müllt den Rechner nicht zu. Aber was Ahead da macht, das will mir nicht in den Kopf. Ich werd versuchen, den Rechner wieder zu entmüllen und die reine Brennfunktion drauf zu lassen. Trotzdem: Das ist kein guter Weg, den solche Softwaresuiten einschlagen.

OOXML ist also ein ISO-Standard


Sorry, aber das stinkt. OOXML hat keinen relevanten Vorteil vor ODF. ODF gibts schon seit über einem Jahr und funktioniert. OpenOffice.org, Abiword, K-Office und sogar MS Office (mit Plugins von Sun) unterstützen ODF. Also freie Wahl für den Nutzer. Und was unterstützt OOXML? Microsoft Office 2007. Wow! Wahnsinn!

Das ganze riecht gewaltig danach, das hier nicht alles mit rechten Dingen zuging. Wer - außer MS - soll denn jemals eine 6000-seitige Spezifikation umsetzen und dabei 100% kompatibel bleiben, wenns bei der Abstimmung selbst noch offene technische Fragen zum "Standard" gibt? Selbst Microsoft wird das nicht genau so umsetzen. Das Format von Office 2007 muss ja auch angepasst werden, um dem ISO-"Standard" zu entsprechen, der nun verabschiedet wurde. Hier wird ein Monopol geschützt - nicht mehr und nicht weniger.

Tja, und was bleibt? Boykott von OOXML! Jedenfalls ist das das Resultat für mich.
Aber das dürfte im Großen so laufen, wie es immer bei solchen Dingen läuft: Dem normalen Benutzer ists egal, er speichert, was als Standardformat vorbelegt ist - und da der PC-Käufer Vista mit MS Office aufgezwungen bekommt, nimmt er auch OOXML und am Ende setzt sich das wieder durch. Na, das hat uns ja weitergebracht, gell?

Interessant hierzu auch, was Mark Shuttleworth dazu gesagt hat.