Ubuntu Karmic RC: Theme-Fehler bei Verbindung über NX

Kategorie Linux 24.10.2009    Kategorie Linux Linux    Tags nx, theme, ubuntu    Kommentare 0 Kommentare

Schon unter Ubuntu Jaunty gabs einen ärgerlichen Bug, wenn der Zugriff auf den Desktop über NX bzw. FreeNX lief: gnome-settings-daemon stürzte ab, wenn das keyboard-Plugin aktiv war. Resultat war, dass keine Themes funktionierten. Dieser ist nun zwar gefixt, aber unter Karmic gibts einen neuen, der genau das gleiche Bild liefert:

Ubuntu Karmic NX Bug
Allerdings liegt das diesmal am Plugin xrandr. Zur Behebung startet man über Alt+F2 den gconf-editor, navigiert dort zu /apps/gnome_settings_daemon/plugins/xrandr und enfernt das Häkchen bei active. Dann einmal aus- und wieder einloggen und alles erscheint im gewohnten Glanz:

Ubuntu Karmic NX Bug Fixed
Einen Bug-Report bei Launchpad gibts dazu auch schon. Mal gucken, ob das bis zum Release nächste Woche noch gefixt wird.

Nachtrag 09.11.: Sieht aus, als wäre das Problem gelöst.

Gnome: "Fensterinhalt beim Ziehen anzeigen" deaktivieren

Kategorie Linux 12.09.2009    Kategorie Linux Linux    Tags gnome    Kommentare 0 Kommentare

Wenn Gnome übers Netzwerk (VNC, NX o.ä.) verwendet wird, ist es sinnvoll, beim Verschieben von Fenstern den Inhalt nicht anzuzeigen. Leider ist diese Option ziemlich versteckt. Änderbar ist das im gnome-editor. Dort navigiert man zu /apps/metacity/general und aktiviert die Option reduced_resources.

Ubuntu Server: Spracheinstellungen ändern


Auch wenns total simpel ist, muss ich doch immer nachschlagen, daher hier mal kurz und knapp die notwendigen Schritte, um einen Ubuntu Server auf Deutsch umzustellen:

sudo aptitude install language-pack-de
sudo dpkg-reconfigure locales

Die beiden Dateien /etc/environment und /etc/default/locale um diese Zeile ergänzen:

LANG="de_DE.UTF-8"

Dann ein reboot.

Gartoon Redux-Icons in Ubuntu hinzufügen


Ich finde die Standard-Icons von Ubuntu ziemlich öde, daher tausche ich die immer mit den Icon-Paket Gartoon Redux von Krzysztof Kosiński aus. Diese Icons im Comic-Stil sind recht farbenfroh und öfters mal auch recht lustig anzuschauen. Das lockert die Arbeit spürbar auf.

Anstatt aber das Paket manuell runterzuladen und zu installieren, gibts auch ein PPA bei Launchpad dafür. Das ist natürlich noch viel feiner. Installation verläuft folgendermaßen:

Einbinden des PPAs (über Synaptic oder manuell in der Datei /etc/apt/sources.list):

deb http://ppa.launchpad.net/tweenk/ppa/ubuntu jaunty main
deb-src http://ppa.launchpad.net/tweenk/ppa/ubuntu jaunty main


Dann den Schlüssel für das PPA importieren:

sudo apt-key adv --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv-keys EAD78279


und abschließend noch das Paket gnome-icon-theme-gartoon-redux installieren:

sudo aptitude install gnome-icon-theme-gartoon-redux


Das wars. Dann kann unter "Erscheinungsbild" das neue Icon-Set gewählt werden. Passt sich ziemlich stimmig ins Human-Theme von Ubuntu ein.

ubuntu-system-panel - ein neues Menü für Ubuntu


Das Standardmenü von Gnome, das auch unter Ubuntu Verwendung findet, ist mit sein drei Einträgen "Anwendungen", "Orte" und "System" recht groß. Auf normal großen Bildschirmen natürlich kein Problem, aber auf einem Netbook mit kleinem Screen ist das was ganz anderes. Aber es gibt Abhilfe: das Projekt ubuntu-system-panel bietet eine Alternative an mit vielen Möglichkeiten, das Menü seinen Bedürfnissen anzupassen. Die Installation ist relativ simpel und im Wiki beschrieben.

Hier ein Screenshot vom Netbook. Wie man sieht, richtig viel Platz für die Fensterleiste. Sauber.

Ubuntu System Panel im Einsatz

kdelibs 3.5.10 in einem LFS kompilieren

Kategorie Linux 01.07.2009    Kategorie Linux Linux    Tags kde, lfs, linux    Kommentare 2 Kommentare

Ich baue derzeit in einer VirtualBox-VM ein Linux From Scratch auf. Zum Einen zum Lernen, zum andern möchte ich dort ein KDE 3.5.10 bauen. Solch eine VM ist leicht zu sichern. KDE 3.5 war toll, hat also irgendwo auch nostalgische Gründe. Wink

Jedenfalls kommt es beim Bau der kdelibs zu einem Error während make. Es hat mich einige Zeit gekostet, einen Fix in der Mailing Liste für das Problem zu finden, daher möchte ich das hier mal dokumentieren. Diese Lösung stammt von Petr Ovtchenkov.

Erstmal der Fehler:

/bin/sh ../../libtool --silent --tag=CXX   --mode=compile g++ -DHAVE_CONFIG_H -I. -I../.. -I../../dcop -I../../kdecore -I../../kio/kssl -I../../kjs -I../.. -I./.. -I../../kdecore/network -I./../kssl -I../kssl -I./../../interfaces -I../../dcop -I../../libltdl -I../../kdefx -I../../kdecore -I../../kdecore -I../../kdecore/network -I../../kdeui -I../../kio -I../../kio/kio -I../../kio/kfile -I../.. -I/opt/qt/include -I. -I/opt/kde-3.5.10/include -D_LARGEFILE64_SOURCE -DQT_THREAD_SUPPORT  -D_REENTRANT  -Wno-long-long -Wundef -ansi -D_XOPEN_SOURCE=500 -D_BSD_SOURCE -Wcast-align -Wchar-subscripts -Wall -W -Wpointer-arith -DNDEBUG -DNO_DEBUG -O2 -Wformat-security -Wmissing-format-attribute -Wno-non-virtual-dtor -fno-exceptions -fno-check-new -fno-common  -DQT_CLEAN_NAMESPACE -DQT_NO_ASCII_CAST -DQT_NO_STL -DQT_NO_COMPAT -DQT_NO_TRANSLATION  -c -o libksycoca_la.all_cpp.lo libksycoca_la.all_cpp.cpp
In file included from /usr/include/asm/fcntl.h:1,
                  from /usr/include/linux/fcntl.h:4,
                  from /usr/include/linux/inotify.h:11,
                  from kdirwatch.cpp:74,
                  from libksycoca_la.all_cpp.cpp:2:
/usr/include/asm-generic/fcntl.h:117: error: redefinition of 'struct flock'
/usr/include/bits/fcntl.h:145: error: previous definition of 'struct flock'
/usr/include/asm-generic/fcntl.h:140: error: redefinition of 'struct flock64'
/usr/include/bits/fcntl.h:160: error: previous definition of 'struct flock64'

Die Lösung ist folgende: Nach dem configure führt man folgendes sed-Kommando aus:

sed -i -e 's|linux/inotify|sys/inotify|' \
       -e '/^static inline int inotify_init/,/^}/d' \
       -e '/^static inline int inotify_add_watch/,/^}/d' \
       -e '/^static inline int inotify_rm_watch/,/^}/d' kio/kio/kdirwatch.cpp

Danach gehts wie gewohnt mit make weiter.

Beim Paket kdepim siehts genauso aus. Auch hier wird nach dem configure folgendes ausgeführt:

sed -i "s@ \*/@&\n#define HAVE_FOPENCOOKIE@" libkdenetwork/libgpgme-copy/{assuan,gpgme}/funopen.c
sed -i -e 's|linux/inotify|sys/inotify|' \
       -e '/^static inline int inotify_init/,/^}/d' \
       -e '/^static inline int inotify_add_watch/,/^}/d' \
       -e '/^static inline int inotify_rm_watch/,/^}/d' kmail/editorwatcher.cpp

Danach sollte das Kompilieren funktionieren.

Ubuntu 9.04 (Beta) auf Asus eeePC 900


Vor ein paar Tagen beschrieb ich die gelungene Installation vom Ubuntu Jaunty Netbook Remix auf meinem Asus eeePC 900. Nachdem ich nun einige Zeit damit gearbeitet habe, habe ich mich heute dazu entschlossen, wieder ein "normales", herkömmliches Ubuntu zu installieren. So nett der Netbook Remix mit der auf kleinen Bildschirmen optimierten Oberfläche auch ist - im Praxiseinsatz war es für mich eher hinderlich. Vielleicht bin ich die normale Oberfläche auch schon zu gewohnt, aber ich war unterm Strich bei der meisten Arbeit langsamer und es fühlte sich einfach nicht so "rund" an. Einen wirklich rationalen Grund gibt es wohl nicht - aber mit dem Standard-Gnome-Desktop (mit Anpassungen) komme ich einfach besser zurecht.

Die Installation der neuesten Version funktioniert immer noch genauso, wie im Artikel zu Ubuntu Hardy beschrieben. Allerdings - wie auch schon beim Netbook Remix-Test erwähnt - funktionieren die meisten Dinge out-of-the-box, bei denen zuvor manuell nachgebessert werden musste.

Zuerst muss ein USB-Stick zur Installation vorbereitet werden. Wer ein Ubuntu Intrepid 8.10-System zur Verfügung hat, kann einfach das Programm usb-creator verwenden. Das erledigt die gesamte Einrichtung des Sticks vollautomatisch. Sehr feines Ding!
Andere Wege sind im deutschen Wiki beschrieben.

Die Installation selbst verläuft wie gewohnt. Es empfiehlt sich allerdings, schon ext4 als Dateisystem zu verwenden: Die Performance ist spürbar besser als bei ext3!

Nach der Installation wird ein nicht-freier Madwifi-Treiber für WLAN angeboten. Ich habe diesen aber nicht installiert, da das WLAN sofort fehlerfrei funktionierte.

Das funktioniert alles:
- Funktionstasten (bis auf die fürs WLAN Fn+F2, da passiert nichts)
- WLAN
- Sound
- Webcam

Nicht getestet habe ich das Mikrophon, da ich es eh nicht verwende.

Die Compiz-Einstellung, damit Fenster auch über den Rand des Monitors geschoben werden können, empfiehlt sich weiterhin:

sudo gconftool-2 --set /apps/compiz/plugins/move/allscreens/options/constrain_y --type bool 0

Die Prozessortaktung geht nachwievor nicht automatisch, da das entsprechende Kernel-Modul fehlt. Die Installation verläuft exakt wie im alten Artikel beschrieben. Ebenso habe ich auch die dort beschriebenen Optimierungen vorgenommen, um das Swappen z.b. so weit wie möglich zu unterbinden.

Allerdings sind diese Anpassungen optional, so dass durchaus gesagt werden kann, dass Ubuntu 9.04 reibungslos auf dem Asus eeePC 900 funktioniert.

Ubuntu 9.04 Netbook Remix (Beta)


Ich nenne einen Asus eeePC 900 mein Eigen, auf dem Ubuntu frisch und fröhlich seinen Dienst schiebt. Mit ein paar Handgriffen lief auch Version 8.04 bzw. 8.10 einwandfrei. Vor kurzem flatterte eine Mail mit dem bezeichnenden Betreff "Ubuntu Netbook Remix 9.04 Beta released" in meinen Posteingang. Da ich das Netbook in erster Linie zum Surfen und "Server überwachen" verwende und da im Moment keine wichtigen Daten drauf sind, dachte ich mir, könnte ich die Beta doch mal ausprobieren.

Also das USB-Image der Beta heruntergeladen. Auf einen USB-Stick bekommt man das recht einfach:

sudo dd if=ubuntu-9.04-beta-netbook-remix-i386.img of=/dev/sdb1 bs=1024
/dev/sdb1 muss hierbei natürlich mit dem richtigen Wert ersetzt werden. Dieser kann leicht über mount herausgefunden. Einfach schauen, wo der USB-Stick gemountet wurde.

Die Installation verlief einwandfrei und einfach, wie von Ubuntu gewöhnt. Die Eingabemasken sind nun an die kleine Bildschirmgröße angepasst und werden bildschirmfüllend dargestellt. Bei der Partionierung habe ich gleich das neue Dateisystem ext4 ausgewählt. Wenn schon, denn schon. Wink

Beim ersten Start war ich regelrecht überrascht - wo die Vorgängerversion ca. 70 Sekunden brauchte, um vollständig zu booten, ist die neue in nicht mal 30 Sekunden einsatzbereit. Wahnsinn!

Der Netbook-Remix präsentiert sich recht ansprechend und aufgeräumt (klicken für Originalgröße):
Ubuntu 9.04 Netbook Remix

Was mich aber noch mehr erstaunte bzw. erfreute, ist, dass sofort alles out-of-the-box funktionierte: WLAN, Mikro, Webcam, Sound. Alles klappte sofort. Das einzige Manko, das mir bisher aufgefallen ist: Die Grafikperformance ist recht bescheiden in der neuen Menüstruktur. Aber das dürfte auf die Beta zurückzuführen sein. Anwendungen wie Firefox etc. laufen genauso schnell wie bei 8.10 auch.

Ansonsten ein absolut empfehlenswertes Upgrade: Ubuntu ist endlich richtig auf den Netbooks angekommen! Abgesehen von der Grafikperformance läuft das System rund. I'm very impressed. Cheesy

pyxml in Ubuntu anyone?


Heute wollte ich die DocBook-Ausgabe in MoinMoin aktivieren, aber ich erhielt nur einen Fehler:

ImportError: No module named ext.reader

Da fehlte also augenscheinlich was auf dem Server. Angeblich soll es reichen, python-xml (und python-lxml) zu installieren, aber das war schon installiert. Nach etwas Recherche fand ich heraus, dass in Ubuntu Hardy (und Intrepid auch) zwar die XML-Dinge installiert sind, allerdings als oldxml in site-packages verlinkt sind. Reichlich mysteriös. So klappt natürlich kein Import in irgendwelchen Python-Skripten.

Eine kurzfristige "Lösung", oder besser ein Workaround, ist das folgende:

cd /usr/lib/python2.5/site-packages
sudo ln -s oldxml/_xmlplus/ xml

Dann steht unter xml alles bereit, so dass Imports wieder funzen. Testen am besten im Python-Interpreter:

Python 2.5.2 (r252:60911, Jul 31 2008, 17:28:52) 
[GCC 4.2.3 (Ubuntu 4.2.3-2ubuntu7)] on linux2
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>> from xml.dom.ext.reader import Sax
>>> exit()

Das funktioniert zwar, aber so richtig zufrieden bin ich damit nicht. Bei jedem OS-Update (Jaunty bald z.B.) könnte es evtl. da Probleme geben, also im Hinterkopf behalten und vor dem Update den Link lösen und schauen, ob es sich gebessert hat - falls nicht, kann der Link ja wieder gesetzt werden.

KeepAlive-Paket bei SSH-Verbindungen senden

Kategorie Linux 01.03.2009    Kategorie Linux Linux    Tags ssh    Kommentare 0 Kommentare

Nach einer gewissen Zeit ohne Datenübertragung werden offene SSH-Verbindungen in der Regel vom Server/Router/was auch immer geschlossen. Das kann sehr einfach unterbunden werden: in der Datei /etc/ssh/ssh_config ganz am Ende (im Abschnitt "host *") folgendes eintragen:

ServerAliveInterval 30

Das sorgt dafür, dass alle 30 Sekunden ein Null-Paket gesendet wird. Dies reicht, um die Verbindung offen zu halten.

Syslog-Fehlermeldungen von console-kit-daemon

Kategorie Linux 01.02.2009    Kategorie Linux Linux    Tags ubuntu    Kommentare 0 Kommentare

Auf einem Ubuntu Intrepid-System erschienen im Syslog in regelmäßigen Abständen Meldungen wie:

Feb  1 13:39:01 bheil console-kit-daemon[28977]: CRITICAL: cannot initialize libpolkit
Feb  1 13:40:02 bheil console-kit-daemon[29272]: WARNING: Could not determine active console
Feb  1 13:40:02 bheil console-kit-daemon[29272]: WARNING: Error waiting for native console 3 activation: Invalid argument
Feb  1 13:40:02 bheil console-kit-daemon[29272]: WARNING: Error waiting for native console 4 activation: Invalid argument
Feb  1 13:40:02 bheil console-kit-daemon[29272]: WARNING: Error waiting for native console 5 activation: Invalid argument
Feb  1 13:40:02 bheil console-kit-daemon[29272]: WARNING: Error waiting for native console 1 activation: Invalid argument
Feb  1 13:40:02 bheil console-kit-daemon[29272]: WARNING: Error waiting for native console 7 activation: Invalid argument
Feb  1 13:40:02 bheil console-kit-daemon[29272]: WARNING: Error waiting for native console 8 activation: Invalid argument
Feb  1 13:40:02 bheil console-kit-daemon[29272]: WARNING: Error waiting for native console 9 activation: Invalid argument

Dies ließ sich recht einfach durch Installation des Pakets policykit und anschließendem Reboot beheben.

Das Problem kam durch die Installation eines Programms, das dbus verwendet. Zwar wurde dbus und in Folge auch libpolkit installiert, aber für das fehlerfreie Funktionieren wird eben auch noch das Paket policykit benötigt - zumindest in diesem Fall. Dieses wurde aber von aptitude nicht als Abhängigkeit mitinstalliert.

Es kann gut sein, dass dies nur in diesem speziellen Fall so ist, aber wer sich über ähnliche Meldungen wundert, sollte mal schauen, ob policykit installiert ist und falls nicht, dies mal zum Test installieren. Vielleicht ist die Lösung ja auch da so einfach ...

OpenDNS-Server auch bei Verwendung von DHCP erzwingen


Wenn man seine IP per DHCP im lokalen Netz zugewiesen bekommt, wird auch der DNS-Server verwendet, den der DHCP-Server ausliefert. Manchmal gibt es aber nicht die Möglichkeit, die DNS-Einstellungen im DHCP-Server zu ändern. Bei mir zu Hause kommt eine recht alte Fritz.Box als Router zum Einsatz, die diese Option z.B. nicht bietet. Dennoch möchte ich gern die DNS-Server von OpenDNS verwenden.

Wollen wir dennoch dafür sorgen, dass andere DNS-Einstellungen verwendet werden, können wir dies unter Debian/Ubuntu relativ einfach mit einem eigenen Skript lösen (es gibt auch andere Methoden, aber dieses Skript erscheint mir am universellsten).

Zuerst erstellt man eine Datei /etc/network/if-up.d/reset-dns-settings und fügt folgenden Inhalt ein:

#!/bin/bash

cp /etc/resolv.default /etc/resolv.conf

Danach muss diese Datei ausführbar gemacht werden:

sudo chmod +x /etc/network/if-up.d/reset-dns-settings

Als nächstes muss man noch die Datei /etc/resolv.default anlegen, die die DNS-Server enthält, die man verwenden will. Diese Datei kann z.B. folgenden Inhalt haben:

# OpenDNS-Server verwenden
nameserver 208.67.222.222
nameserver 208.67.220.220

Das wars. Somit wird jedes Mal, wenn das Netzwerk hochgefahren wird, das Skript ausgeführt, dass die Einstellungen für die DNS-Server mit unseren überschreibt.

Ubuntu Hardy auf dem Asus eeePC 900


Vor einiger Zeit konnte ich zu meiner großen Freude einen Asus eeePC 900 erstehen. Der eeePC ist ein kleines, aber sehr, sehr feines Netbook. Der Einsatzgebiet liegt nicht wie beim Notebook darin, ein kompletten Desktop mit sich rumtragen zu können, sondern in erster Linie im einfachen und bequemen Zugang zum Internet.

Dabei wiegt der eeePC nicht mal 1 kg und ist äußerst handlich und kompakt. Im Inneren arbeitet ein Intel Celeron M mit 900 MHz. Der Bildschirm hat eine Größe von 8,9" bei einer Auflösung von 1024x600. 1 GB RAM runden das Ganze ab.

Und er ist trotz der geringen Größe gut zu bedienen, selbst auf der auf dem ersten Blick winzigen Tastatur kann man sehr gut tippen (das hier schreibe ich gerade auf dieser Tastatur). Die Hardware klingt nicht nach viel Leistung, aber das Arbeiten am eeePC ist sehr flüssig und angenehm. Für dieses Einsatzgebiet bekommt man nicht mehr (tragbaren) Rechner für so wenig Geld.

Leider ist mein eeePC aber nur die Version, die mit Windows XP ausgeliefert wird. Das ist natürlich ein untragbarer Zustand. Wink Zum Glück kann man problemlos Ubuntu Hardy installieren und mit zwei, drei Kniffen läuft das astrein (und schneller und wesentlich plattenschonender auch verglichen mit Windows - schon zur Langlebigkeit des Geräts ist hier eindeutig Linux vorzuziehen). Was genau zu tun ist, um das zum Laufen zu kriegen, darum geht es in diesem Artikel.

Mails per Postfix über GMails-SMTP-Server versenden (unter Debian oder Ubuntu)


Um Mails von einem Rechner, der mit Debian oder Ubuntu läuft, zu verschicken, kann man Postfix mit folgender Konfiguration einrichten:

Ich gehe davon aus, dass Postfix schon installiert ist. Die Server von GMail setzen für eine erfolgreiche Verbindung TLS-Verschlüsselung voraus. Das ist schon in Debians Postfix reinkompiliert, also müssen wir uns nur darum kümmern, gültige Zertifikate zu haben, damit die Verbindung zu Stande kommen kann (und natürlich braucht man einen gültigen GMail-Account, aber das ist wohl selbstredend Wink ).

Programme im Quellcode trotzdem als Paket installieren


Gelegentlich muss unter Ubuntu/Debian doch mal etwas installieren, was nicht in den Paketquellen vorhanden ist oder dort nur in einer veralteten Version vorliegt. Also lädt man sich den Quellcode des gewünschten Programms und installiert diesen mit dem bekannten Dreisatz (configure, make, make install). Der Nachteil dieser Vorgehensweise: Man umgeht damit komplett den Paketmanager, was in der Regel zu enormen Nachteilen bei einem späteren Upgrade oder beim Deinstallieren der Software führt.

Um diesen Nachteil zu umgehen, lohnt sich der Einsatz von checkinstall. checkinstall wird als letzter Schritt im Dreisatz ausgeführt und erzeugt ein deb-File, das man dann ganz normal über den Paketmanager installieren (und natürlich auch deinstallieren) kann.

Aus "make install" wird folglich "checkinstall make install", aus "./install.sh" wird "checkinstall ./install.sh". Ein sehr hilfreiches Programm! Weitere Informationen dazu gibt in der Wikipedia oder im Ubuntu-Wiki.

Standardeditor beim Bearbeiten der Crontab ändern


In Ubuntu wird nano als Editor für Änderungen an der Crontab verwendet. Wenn man einen anderen Editor gewohnt ist, ist das recht nervig. Man kann dies aber einfach ändern:

Entweder man ändert diese Einstellung für jeden Nutzer extra durch einen Eintrag

export EDITOR=vim

in die Datei /home/USER/.bashrc des entsprechenden Nutzers oder man ändert das ganze gleich systemweit mit folgendem Befehl:

sudo update-alternatives --config editor

Warum braucht Linux keine Defragmentierung?


Dies ist eine freie Übersetzung des Original-Artikels von Dominic Humphries ins Deutsche:



... das ist die Frage, die regelmäßig in Linux Foren auftaucht, wenn neue Nutzer auf ihrem tollen, neuen Desktop das Defrag-Werkzeug nicht finden. Dies ist mein Versuch, eine einfache, nicht-technische Antwort auf die Frage zu geben, warum einige Dateisysteme mehr unter Fragmentierung leiden als andere.

Den schnellsten lokalen Ubuntu-Mirror herausfinden

Kategorie Linux 16.05.2008    Kategorie Linux Linux    Tags mirror, ubuntu    Kommentare 1 Kommentar

Wie in diesem Artikel beschrieben, bietet Ubuntu eine Funktion, die automatisch den schnellsten Mirror für Updates etc. raussucht. Damit beschleunigt man seine Downloads von Patches, Updates und Programmen und entlastet auch die Hauptserver.

Die Funktion selbst ist etwas versteckt: Starten Sie über System -> Systemverwaltung das Programm Synaptic. Klicken Sie dort auf im Menü auf Einstellungen -> Paketquellen. Im folgenden Fenster wählen Sie "Andere..." in der ComboBox "Herunterladen von ...". Es öffnet sich dann ein weiteres Fenster, das oben rechts den Button "Besten Server auswählen" anbietet.

Im obigen Titel sind auch (englischsprachige) Screenshots zu sehen, die den Weg beschreiben.

Gnome mit OSX-Outfit

Kategorie Linux 02.05.2008    Kategorie Linux Linux    Tags gnome, osx, ubuntu    Kommentare 0 Kommentare

Wer diesen Blog öfters liest, wird von meiner Vorliebe für KDE wissen, dennoch bin ich vor kurzem auf GNOME umgestiegen. Dies hatte zwei Gründe: Zum einen, um GNOME besser kennenzulernen, zum anderen, da zumindest mein HomeServer den 3-Jahres-Zeitraum von Ubuntu 8.04 LTS ausnützen wird und somit dort GNOME verwendet werden muss.

Bisher hat mich immer die Philosophie von GNOME abgehalten. GNOME erschien mir immer sehr eingeschränkt konfigurierbar. Aber nachdem ich einige Zeit mit Ubuntu auf dem HomeServer gearbeitet habe, bin ich sehr positiv überrascht. Zwar muss man einige Kniffe anwenden (zum Beispiel durch den Einsatz von DevilsPie), aber dennoch kommt man immer zum Ziel.

Dinge, die auf einem neuen Ubuntu-System nicht fehlen sollten

Kategorie Linux 29.04.2008    Kategorie Linux Linux    Tags ubuntu    Kommentare 0 Kommentare

Eine gute Liste von Dingen, die auf einem neuen Ubuntu-System nicht fehlten sollten, kann man bei Linux on Desktop finden. Zumindest die meisten Punkte; ob man wirklich Real Player oder Adobe Acrobat braucht, ist für mich zumindest fraglich.

Gelungenes Upgrade auf Ubuntu Hardy


Heute nachmittag habe ich mir die Zeit genommen, alle meine Systeme (Homeserver, Desktop und Laptop) aufs neue Ubuntu Hardy zu aktualisieren. Was soll ich sagen? Ich habe noch nie so ein einfaches, reibungsloses Upgrade eines gesamten Systems gehabt. Alles funktioniert einwandfrei! Ich bin regelrecht begeistert.

Allerdings gab es eine Sache: Windows-Programme, die mit Wine bzw. Crossover Games laufen, starteten nicht mehr. In der Konsole wurde folgendes ausgegeben:

preloader: Warning: failed to reserve range 00000000-60000000


Hardy Heron ist da!


... also kräftig verteilen und viel Spaß beim Upgraden! Smile
Release Notes zu 8.04!

Ubuntu-Boot-Splash wird nicht immer angezeigt ...

Kategorie Linux 22.04.2008    Kategorie Linux Linux    Tags boot, ubuntu    Kommentare 0 Kommentare

... zumindest auf meinem Laptop. Das ist eine ziemlich alte Kiste (P3, 700 MHz, 256 MB RAM) aber er läuft und läuft und läuft.
Allerdings bleibt er beim Booten komplett schwarz bis zum Login-Bildschirm. Kein Splash-Screen von Ubuntu zu sehen. Bug #155711 beschreibt genau das und diese beiden kleinen Massnahmen sollen Abhilfe schaffen:

Zuerst die Auflösung in /etc/usplash.conf ändern auf 1024x768 (mehr packt das Display des Laptops nicht):

sudo mcedit /etc/usplash.conf

Die Datei sollte dann so aussehen:

# Usplash configuration file
xres=1024
yres=768

Dann folgendes ausführen, damit die Boot-Files angepasst werden:

sudo update-initramfs -u -k `uname -r`

Ubuntu/Kubuntu-Splash-Screen wechseln


Wenn man in Ubuntu KDE nachträglich installiert hat (oder andersrum in Kubuntu GNOME), wird man feststellen, dass sich der Splash-Screen beim Bootvorgang geändert hat. Um auszuwählen, welchen man will, kann man folgende Befehle ausführen:

sudo update-alternatives --config usplash-artwork.so
sudo dpkg-reconfigure usplash

Java und Flash unter Ubuntu einfach installieren


Unter Ubuntu ist es hilfreich, das Paket ubuntu-restricted-extras zu installieren - oder kubuntu-restricted-extras, falls man Kubuntu einsetzt. Das Paket installiert einige proprietäre Software, die das Leben allerdings enorm vereinfachen. In diesem Paket sind MP3-Unterstützung, Java, Adobe Flash, DVD-Wiedergabe und LAME enthalten.

Zum Installieren entweder Adept oder Synaptic verwenden oder folgendes auf der Kommandozeile eingeben:

sudo aptitude install kubuntu-restricted-extras

bzw.

sudo aptitude install ubuntu-restricted-extras

Micropolis unter Ubuntu installieren


Wer früher gern Sim City gespielt hat, dürfte darüber erfreut sein, dass der Quellcode unter der GPL freigegeben wurde. Ein Paket dafür, um Micropolis (so der Name) einfach unter (K)Ubuntu zu installieren, gibts bei getdeb.net zum runterladen.

Micropolis

Fehler beim Aushängen von CIFS-Partitionen unter Ubuntu


Ich hatte in meinem Heimnetzwerk einige Partitionen über smbfs eingehängt, allerdings erfuhr ich nun, dass smbfs veraltet ist und man stattdessen cifs verwenden soll. Das Umstellen von smbfs auf cifs war auch nicht weiter schwierig und funktionierte tadellos, bis zu dem Punkt, an dem ich das System herunterfuhr.
Beim Shutdown wurde ich dann mit der Meldung

CIFS VFS: server not respondig

konfrontiert und das System hängte sich auf. Kurz mal bei Google vorbei geschaut erfuhr ich, dass dies daran liegt, dass Mounts per CIFS über einen Daemon laufen und nicht direkt im Kernel. Dieser Daemon wird allerdings unter Ubuntu beendet, bevor die Mounts ausgehängt werden - deshalb krachts.

Im Ubuntuforum ist ein schneller Fix für dieses Problem zu finden. Dies ist einfach ein Skript, dass beim Herunterfahren alle Mounts aushängt. Dann klappt das auch wieder.

Das Skript einfach nach /etc/init.d speichern und einen symbolischen Link in den entsprechenden Runlevels vornehmen. Und nicht vergessen, dass Skript ausführbar zu machen:

sudo chmod +x mountcifs
sudo mv mountcifs /etc/init.d
cd /etc/rc0.d
sudo ln -s /etc/init.d/mountcifs K02mountcifs
cd /etc/rc6.d
sudo ln -s /etc/init.d/mountcifs K02mountcifs

Falls sich nicht jeder im Ubuntuforum extra registrieren will, hier der Inhalt des Skripts (dies evtl. als Datei mountcifs speichern und obige Befehle ausführen):

#!/bin/bash
#
# mountcifs - Unmounts samba-cifs filesystems
# -> convenience script to be called in the shutdown/reboot sequence of Ubuntu Dapper 
#    as K02umountcifs
# Written by Max Durden
# max.durden@gmail.com

start() {
    echo "mountcifs: nothing to do!"
}

stop() {
    echo "Unmounting samba-cifs filesystems..."
    MOUNTED_CIFS_DIRS=`mount -t cifs| cut -d\  -f3`
    MOUNTED_DIRS_ARRAY=($MOUNTED_CIFS_DIRS)
    for i in ${!MOUNTED_DIRS_ARRAY[@]}
    do
        umount -l ${MOUNTED_DIRS_ARRAY[ i ]}
    done
}

status() {
    echo "Mounted samba-cifs filesystems..."
    mount -t cifs| cut -d\  -f3
}

restart() {
    echo "restart ..."
    start
}

reload() {
    echo "start ..."
    start
}

force_reload() {
    echo "force-reload ..."
    start
}

case $1 in
    start)
        start
        ;;
    stop)
        stop
        ;;
    status)
        status
        ;;
    restart)
        restart
        ;;
    reload)
        reload
        ;;
    force-reload)
        force_reload
        ;;
    *)
        echo "Usage: mountcifs {start|stop|restart|reload|force-reload|status}"
        ;;
esac

exit 0


Nachtrag: Eine andere Methode, die funktioniert und ohne extra Skript auskommt, ist bei ubuntuusers.de beschrieben. Dazu einfach folgendes auf der Shell ausführen:

cd /etc/rc0.d
sudo mv S31umountnfs.sh K15umountnfs.sh
cd /etc/rc6.d
sudo mv S31umountnfs.sh K15umountnfs.sh

USB-Problem mit Ubuntu Gutsy und VirtualBox


(K)Ubuntu Gutsy im Zusammenspiel mit VirtualBox bringt leider einen Fehler bei der Initialisierung der USB-Schnittstelle. Es kommt folgende Fehlermeldung in VirtualBox, sobald man versucht, eine virtuelle Maschine zu starten oder die Einstellungen zu ändern:

Could not load the Host USB Proxy Service (VERR_FILE_NOT_FOUND). The service might be not installed on the host computer.

Result Code: 0x80004005 Component: Host Interface: IHost {81729c26-1aec-46f5-b7c0-cc7364738fdb} Callee: IMachine {31f7169f-14da-4c55-8cb6-a3665186e35e}


Allerdings gibt es hierzu Abhilfe (siehe http://www.virtualbox.org/ticket/747):
Man bearbeitet einfach die Datei /etc/init.d/mountdevsubfs.sh mit Root-Rechten (z.B. mit sudo mcedit /etc/init.d/mountdevsubfs.sh, wenn man das Paket mc installiert hat, ansonsten gehen auch andere Editoren, z.B. vim oder nano) und entfernt das Kommentarzeichen bei den entsprechenden Zeilen, so dass dies dann so aussieht:

#
# Magic to make /proc/bus/usb work
#
mkdir -p /dev/bus/usb/.usbfs
domount usbfs "" /dev/bus/usb/.usbfs -obusmode=0700,devmode=0600,listmode=0644
ln -s .usbfs/devices /dev/bus/usb/devices
mount --rbind /dev/bus/usb /proc/bus/usb

Dann einfach ein

sudo /etc/init.d/mountdevsubfs.sh start

starten und alles funktioniert in VirtualBox!

Xubuntu auf Gutsy upgraden


Es ist zwar noch eine Woche hin, bis Gutsy offiziell erscheint, aber bei meinem ziemlich alten Notebook (PIII 700 MHz, 256 MB RAM), auf dem Xubuntu Feisty lief, dachte ich mir, dass ich das Upgrade auf Gutsy doch jetzt schon mal wagen kann.

Xubuntu ist ein normales Ubuntu, allerdings ist dort die Xfce-Oberfläche statt GNOME in Verwendung. Xfce ist für alte bzw. leistungsarme Rechner konzipiert. Mein Notebook jedenfalls läuft damit erstaunlich schnell (und Xubuntu hängt auch XP locker ab).

Da ich keine Möglichkeit für ein grafisches Upgrade gefunden habe und ich eh gern mit aptitude arbeite, habe ich das Upgrade auf der Kommandozeile durchgeführt. Allerdings wird dies nicht empfohlen! In der Regel sollte man, wo immer möglich, das graphische Upgrade verwenden, wie hier beschrieben.

Nun gut, das Experiment kann beginnen:
Zuerst habe ich mit

sudo vim /etc/apt/sources.list

die Quellen bearbeiten und jedes Vorkommen von "feisty" kurzerhand mit "gusty" ersetzt. Dann mittels

sudo aptitude update

die Paketeliste aktualisiert und zu guter letzt mit

sudo aptitude dist-upgrade

die Aktualisierung gestartet (mit -s evtl. erst mal nachschauen, was er denn genau machen würde, s wie Simulation).

Fast 1 GB an Daten hat er runtergeladen, knapp 850 Pakete. Allerdings muss man hier erwähnen, dass ich doch recht viele Programme auf dem Notebook installiert habe und zu fast jedem Paket entsprechende Dokumentationen, wenn verfügbar (Plattenplatz ist mit 80GB recht viel vorhanden Wink ). Bei schlanken Installationen dürfte das also wesentlich weniger sein.

Das Upgrade zog sich in die Länge, das muss ich sagen - aber das dürfte mit der Perfomance des Notebook zu tun haben. Ich vermute, bei einem aktuelleren Rechner dürfte das in 40 Minuten locker gelaufen sein - inklusive runterladen. Das Notebook war doch gut 2,5 Stunden schwer beschäftigt.

Irgendwann hat aptitude einfach abgebrochen! Allerdings habe ich daraufhin die letzte Anweisung (sudo aptitude dist-upgrade) einfach nochmals ausgeführt und er hat auch klaglos weitergemacht.

Nur mit dem Paket "pidgin", dass ich damals manuell von getdeb runtergeladen und installiert hatte, gab es Probleme. Allerdings war auch das nicht wirklich ein ernstes Problem: Mit sudo dpkg -l | grep pidgin die installierten Paketnamen herausfinden und mit aptitude remove pidgin pidgin-data die entsprechenden Pakete entfernen. Allerdings wollte er dann das Pakete xubuntu-desktop auch entfernen, aber das brauch ich ja noch - ist ja immerhin ein Xubuntu, also sollte auch das Metapaket dafür installiert sein. Wink
Aber no risk, no fun! Also hab ich ihn mal machen lassen und sofort danach mittels aptitude install xubuntu-desktop das Paket wieder installiert - diesmal mit dem aktuellen Pidgin aus den Gutsy-Quellen! Also alles im Lot.

In Zukunft werde ich soweit nur irgend möglich nur noch Software verwenden, die in Ubuntu verfügbar ist. Man spart sich viel Ärger, und da alle 6 Monate ein Release erscheint, ist man auch nicht wirklich weit hintendran.

Ok, alles lief bis dahin bis auf das kleine pidgin-Problemchen fehlerfrei durch. Also kam jetzt der große Moment: Neu starten! Grub bot mir auf gleich einen 22er-Kernel an, und zwar nicht (nur) den generic, sondern die 386er-Version. Diese war auch die Standardauswahl, also lies ich diesen Kernel booten.

Nach erfolgreichem Start überraschte mich Xubuntu damit, dass proprietäre Treiber verfügbar wären. Wow, dacht ich mir, das wird vielleicht der ATI-Treiber für die alte ATI-Grafikkarte sein, die in dem Notebook verbaut ist. Aber als ich den Dialog aufrufen wollte, wurde ich informiert, dass für meinen Kernel nicht die entsprechenden restricted-modules installiert seien. Das war weniger schön (ein Anfänger hätte hiermit evtl. schon sein Problem, das wird bis zum Release hoffentlich noch gefixt).
Ich schaute nach, welche Pakete installiert waren: leider nur das für den generic-Kernel. Also mit aptitude das Paket für den 386er-Kernel nachinstalliert, neu gebootet und siehe da: Er bot mir nicht den vermuteten ATI-Treiber an, sondern einen Treiber für das Softwaremodem im Notebook. Da ich das nicht verwende (und noch nie verwendet habe), hatte ich daran gar nicht gedacht - aber Xubuntu hat es erkannt. Etwas, was nichtmal XP mit allen Patches etc. tut.

Ansonsten läuft alles wunderbar. Das Upgrade auf Gutsy war also ein voller Erfolg und jede installierte Software scheint reibungslos zu laufen. Bis auf das fehlende Paket für die restricted-modules des Kernels und das Problem mit dem Pidgin-Paket (was ich durch Fremdquelleninstallation ja selbst zu verantworten habe Wink ) also eine runde Sache. Und für ein System, das derzeit noch im Beta-Stadium ist, absolut vorbildlich.

Auf meinen Rechnern, die produktiv am werkeln sind, werde ich das dennoch erst nach offiziellem Release machen, obwohls in den Fingern juckt. Gutsy scheint ein guter Wurf zu werden - vielleicht nicht der ganz große, aber definitiv eine sinnvolle Weiterentwicklung mit vielen Detailverbesserungen. Ich freu mich drauf ... Smile

Pidgin unter (K)Ubuntu


Unter Ubuntu gibts leider nur das schon etwas betagte Gaim im Repository. Allerdings wurde Gaim in Pidgin umbenannt und liegt auch schon in Version 2.2 vor. Um dieses nun unter Ubuntu zu installieren, kann man sich entsprechende deb-Pakete hier herunterladen:

http://www.getdeb.net/release.php?id=1462

Dann einfach mittels

sudo dpkg -i paket

installieren. Zuerst das data-Paket, dann das andere. Allerdings müssen vorher wahrscheinlich einige andere Pakete installiert werden, um die Abhängigkeiten zu erfüllen. Das kann einfach mit aptitude erledigt werden - die entsprechenden Pakete, die fehlen, werden dann auch schon angezeigt.