Ubuntu 9.04 (Beta) auf Asus eeePC 900


Vor ein paar Tagen beschrieb ich die gelungene Installation vom Ubuntu Jaunty Netbook Remix auf meinem Asus eeePC 900. Nachdem ich nun einige Zeit damit gearbeitet habe, habe ich mich heute dazu entschlossen, wieder ein "normales", herkömmliches Ubuntu zu installieren. So nett der Netbook Remix mit der auf kleinen Bildschirmen optimierten Oberfläche auch ist - im Praxiseinsatz war es für mich eher hinderlich. Vielleicht bin ich die normale Oberfläche auch schon zu gewohnt, aber ich war unterm Strich bei der meisten Arbeit langsamer und es fühlte sich einfach nicht so "rund" an. Einen wirklich rationalen Grund gibt es wohl nicht - aber mit dem Standard-Gnome-Desktop (mit Anpassungen) komme ich einfach besser zurecht.

Die Installation der neuesten Version funktioniert immer noch genauso, wie im Artikel zu Ubuntu Hardy beschrieben. Allerdings - wie auch schon beim Netbook Remix-Test erwähnt - funktionieren die meisten Dinge out-of-the-box, bei denen zuvor manuell nachgebessert werden musste.

Zuerst muss ein USB-Stick zur Installation vorbereitet werden. Wer ein Ubuntu Intrepid 8.10-System zur Verfügung hat, kann einfach das Programm usb-creator verwenden. Das erledigt die gesamte Einrichtung des Sticks vollautomatisch. Sehr feines Ding!
Andere Wege sind im deutschen Wiki beschrieben.

Die Installation selbst verläuft wie gewohnt. Es empfiehlt sich allerdings, schon ext4 als Dateisystem zu verwenden: Die Performance ist spürbar besser als bei ext3!

Nach der Installation wird ein nicht-freier Madwifi-Treiber für WLAN angeboten. Ich habe diesen aber nicht installiert, da das WLAN sofort fehlerfrei funktionierte.

Das funktioniert alles:
- Funktionstasten (bis auf die fürs WLAN Fn+F2, da passiert nichts)
- WLAN
- Sound
- Webcam

Nicht getestet habe ich das Mikrophon, da ich es eh nicht verwende.

Die Compiz-Einstellung, damit Fenster auch über den Rand des Monitors geschoben werden können, empfiehlt sich weiterhin:

sudo gconftool-2 --set /apps/compiz/plugins/move/allscreens/options/constrain_y --type bool 0

Die Prozessortaktung geht nachwievor nicht automatisch, da das entsprechende Kernel-Modul fehlt. Die Installation verläuft exakt wie im alten Artikel beschrieben. Ebenso habe ich auch die dort beschriebenen Optimierungen vorgenommen, um das Swappen z.b. so weit wie möglich zu unterbinden.

Allerdings sind diese Anpassungen optional, so dass durchaus gesagt werden kann, dass Ubuntu 9.04 reibungslos auf dem Asus eeePC 900 funktioniert.

Ubuntu 9.04 Netbook Remix (Beta)


Ich nenne einen Asus eeePC 900 mein Eigen, auf dem Ubuntu frisch und fröhlich seinen Dienst schiebt. Mit ein paar Handgriffen lief auch Version 8.04 bzw. 8.10 einwandfrei. Vor kurzem flatterte eine Mail mit dem bezeichnenden Betreff "Ubuntu Netbook Remix 9.04 Beta released" in meinen Posteingang. Da ich das Netbook in erster Linie zum Surfen und "Server überwachen" verwende und da im Moment keine wichtigen Daten drauf sind, dachte ich mir, könnte ich die Beta doch mal ausprobieren.

Also das USB-Image der Beta heruntergeladen. Auf einen USB-Stick bekommt man das recht einfach:

sudo dd if=ubuntu-9.04-beta-netbook-remix-i386.img of=/dev/sdb1 bs=1024
/dev/sdb1 muss hierbei natürlich mit dem richtigen Wert ersetzt werden. Dieser kann leicht über mount herausgefunden. Einfach schauen, wo der USB-Stick gemountet wurde.

Die Installation verlief einwandfrei und einfach, wie von Ubuntu gewöhnt. Die Eingabemasken sind nun an die kleine Bildschirmgröße angepasst und werden bildschirmfüllend dargestellt. Bei der Partionierung habe ich gleich das neue Dateisystem ext4 ausgewählt. Wenn schon, denn schon. Wink

Beim ersten Start war ich regelrecht überrascht - wo die Vorgängerversion ca. 70 Sekunden brauchte, um vollständig zu booten, ist die neue in nicht mal 30 Sekunden einsatzbereit. Wahnsinn!

Der Netbook-Remix präsentiert sich recht ansprechend und aufgeräumt (klicken für Originalgröße):
Ubuntu 9.04 Netbook Remix

Was mich aber noch mehr erstaunte bzw. erfreute, ist, dass sofort alles out-of-the-box funktionierte: WLAN, Mikro, Webcam, Sound. Alles klappte sofort. Das einzige Manko, das mir bisher aufgefallen ist: Die Grafikperformance ist recht bescheiden in der neuen Menüstruktur. Aber das dürfte auf die Beta zurückzuführen sein. Anwendungen wie Firefox etc. laufen genauso schnell wie bei 8.10 auch.

Ansonsten ein absolut empfehlenswertes Upgrade: Ubuntu ist endlich richtig auf den Netbooks angekommen! Abgesehen von der Grafikperformance läuft das System rund. I'm very impressed. Cheesy

Ubuntu Hardy auf dem Asus eeePC 900


Vor einiger Zeit konnte ich zu meiner großen Freude einen Asus eeePC 900 erstehen. Der eeePC ist ein kleines, aber sehr, sehr feines Netbook. Der Einsatzgebiet liegt nicht wie beim Notebook darin, ein kompletten Desktop mit sich rumtragen zu können, sondern in erster Linie im einfachen und bequemen Zugang zum Internet.

Dabei wiegt der eeePC nicht mal 1 kg und ist äußerst handlich und kompakt. Im Inneren arbeitet ein Intel Celeron M mit 900 MHz. Der Bildschirm hat eine Größe von 8,9" bei einer Auflösung von 1024x600. 1 GB RAM runden das Ganze ab.

Und er ist trotz der geringen Größe gut zu bedienen, selbst auf der auf dem ersten Blick winzigen Tastatur kann man sehr gut tippen (das hier schreibe ich gerade auf dieser Tastatur). Die Hardware klingt nicht nach viel Leistung, aber das Arbeiten am eeePC ist sehr flüssig und angenehm. Für dieses Einsatzgebiet bekommt man nicht mehr (tragbaren) Rechner für so wenig Geld.

Leider ist mein eeePC aber nur die Version, die mit Windows XP ausgeliefert wird. Das ist natürlich ein untragbarer Zustand. Wink Zum Glück kann man problemlos Ubuntu Hardy installieren und mit zwei, drei Kniffen läuft das astrein (und schneller und wesentlich plattenschonender auch verglichen mit Windows - schon zur Langlebigkeit des Geräts ist hier eindeutig Linux vorzuziehen). Was genau zu tun ist, um das zum Laufen zu kriegen, darum geht es in diesem Artikel.