Google Chrome


Seit Jahren ist Firefox mein Standardbrowser. Und ich war äußerst zufrieden mit ihm. Bis auf den Ressourcenverbrauch, denn das ist langsam eine echte Qual geworden. Als "Power User", der oft 20+ Tabs offen hat, ist ein Browser, der sich gern mal 1 GB RAM schnappt, einfach zuviel. Deshalb habe ich nun umgesattelt: Auf Google Chrome.

Es ist aber ein bisschen umständlich, Chrome dazu zu bewegen, sich so zu verhalten, wie ich es gern hätte. Daher poste ich hier mal die kleine "Anleitung", die ich mir in meinem Wiki zusammengestellt habe. Das hilft vielleicht auch den ein oder anderen Umsteiger, oder jemand hat noch einen guten
Hinweis für mich. Wie weit ich auf die Developer-Möglichkeit des Firefox verzichten kann bzw. mit Chrome ersetzen kann, wird erst ein Praxistest zeigen. Jedenfalls läuft Chrome bisher ressourcensparender. Vom großen Geschwindigkeitsvorteil merke ich dagegen nur auf wenigen Seiten etwas. Nun, hier meine notierten Punkte:

  • Diese Optionen deaktivieren:
    • Optionen -> Details -> "Vorschläge für Navigationsfehler anzeigen"
    • Optionen -> Details -> "Automatische Vorschläge zur Vervollständigung der in die Adressleiste eigegebenen Suchanfragen und URLs"
    • "DNS-Vorabruf" und "Phishing-Schutz" sind ok und sollten aktiviert bleiben. Der Phishing-Schutz ist der gleiche wie bei Firefox und findet lokal statt. Chrome checkt nur alle 30 Min nach einer neuen Datei.
    • Speichern von Passwörter deaktivieren, das übernimmt LastPass. (Anmerkung: Das speichert aber keine .htaccess-Logins! Das ist noch keine perfekte Lösung)
  • Die Bookmark-Leiste nicht anzeigen lassen (Strg+B zum Umschalten): Wenn sie nicht angezeigt wird, sieht man sie auf der NewTab-Page. Da neue Links aus den Bookmarks immer im gleichen Tab geöffnet werden, muss zuerst ein neues Tab und dann der Bookmark gewählt werden. (Hatte vorher immer Bookmarks automatisch in einem neuen Tab öffnen lassen. Ein gescheites Addon dafür hab ich für Chrome nicht gefunden.)
  • Synchronisation von Google verwenden für die Lesezeichen und Optionen. Nicht für Designs.
  • Chrome bietet für selbst-signierte Zertifikate nicht einfach die Möglichkeit, eine Ausnahmen hinzuzufügen. Eine Möglichkeit ist, unter Windows das Zertifikat global zu installieren (IE als Admin ausführen und das Zertifikat im Speicher "Vertrauenswürdige Stammzertifizierungsstellen" speichern) und unter Linux das Zertifikat zu importieren (siehe hier). Braucht unter Linux die Pakete libnss3-tools und curl.

    Folgendes Skript macht das in Linux:
    #!/bin/sh
    #
    # usage:  import-cert.sh remote.host.name [port]
    #
    REMHOST=$1
    REMPORT=${2:-443}
    exec 6>&1
    exec > $REMHOST
    echo | openssl s_client -connect ${REMHOST}:${REMPORT} 2>&1 |sed -ne '/-BEGIN CERTIFICATE-/,/-END CERTIFICATE-/p'
    certutil -d sql:$HOME/.pki/nssdb -A -t TC -n "$REMHOST" -i $REMHOST 
    exec 1>&6 6>&-
    
  • Wichtige Tastenkürzel (siehe hier):
    Strg+WTab schließen
    Strg+LMarkiert die URL
    Strg+ESuche (Kendoo)
    Strg+FSuche in der Seite
    Strg+GNächster Treffer in der Suche
    Strg+Shift+GVorheriger Treffer in der Suche
    Alt+Klick auf Link  Lädt das Ziel herunter
    LeertasteBlättert nach unten
  • Add-Ons:
  • Addons für den Einsatz unter Ubuntu:

Microsofts Auswahldialog hat interessante "Alternativ-Browser"


Seit kurzem wird Microsofts Browser-Auswahldialog ausgeliefert, den Microsoft mit der EU ausgehandelt hat. Ich habe gerade eine XP-VM erstellt und bin somit zum ersten Mal "in the wild" mit diesem Dialog in Berührung gekommen. Darauf finden sich die normalen Verdächtigen (Firefox, Chrome, Opera, Safari und IE), aber was ich interessant finde, sind die ganzen anderen "Alternativ-Browser":


SlimBrowser, Maxthon, AvantBrowser - das sind alles Aufsätze auf den Internet Explorer. Das ist also der IE! Wow. So kann man den Leuten sein eigenes Zeug auch unterjubeln. Einfach einen anderen Namen drauf, und fertig ist das "neue Produkt". Das aber die gleiche Browser-Engine drunter liegt und somit die Sicherheitsprobleme des IE diese "Browser" auch alle treffen, davon steht nichts in den Werbetexten unter den Bildchen.

Immerhin muss ich das ziemlich genau wissen. Seiner Zeit waren diese "Browser" mal Konkurrenzprodukte zu meinem DX-Browser, ein damals relativ erfolgreiches Programm von mir aus der gleichen Liga. Hätte ich den DX-Browser weiterentwickelt, wäre er jetzt vielleicht auch in Microsofts Auswahldialog?

Typischer Browser-Nutzer


Hier eine lustige Zusammenfassung der gängisten Browser-Nutzer-Typen (klicken für volle Größe):

Typische Browser-Nutzer-Typen



Welcher Typ bist Du?

(Quelle: http://my.opera.com/chooseopera/blog/2008/10/01/typical-browser-users)

Browser durch temporären Cache beschleunigen


Unter Linux-Systemen ist es möglich, die Verzeichnisse für temporäre Dateien auf eine Art RAM-Disk auszulagern. Dafür gibt es den bequemen Weg über tmpfs. Interessant wird diese Option vor allem, wenn sehr viel RAM im System steckt, der meist brach liegt. Beispiel: In meinem PC sind 2 GB RAM, von denen i.d.R. nur 600 bis 700 MB verwendet werden, obwohl ich meist 7 oder noch mehr Programme offen habe (und 10+ Tabs in Opera).

Fügt man diese beiden Zeilen in seine /etc/fstab ein, kann man die temporären Dateien aller Programme komplett im RAM halten:

tmpfs     /tmp           tmpfs     defaults      0      0
tmpfs     /var/tmp       tmpfs     defaults      0      0

Vor allem Browser benötigen viel Cache für all die kleinen Bildchen, Skripte und sonstigen Dateien in Webseiten. Diese Cache-Verzeichnisse sind oft gefüllt mit 10.000 und mehr kleinen Dateien. Wenn diese Dateien komplett im RAM gehalten würden, dürfte das auf den meisten Systemen zu einer zum Teil drastischen Beschleunigung führen. Außerdem senkt es die Wahrscheinlichkeit einer Defragmentierung, auch wenn das unter Linux kein so großes Problem ist.

Wie ändert man die Cache-Verzeichnisse der Browser?

Google Chrome?


Zur Zeit ist Google Chrome der absolute Hype in der Medienlandschaft. Aber warum eine Beta-Software mit Sicherheitsmängeln und dem Zwang, mit eindeutiger ID nach Hause zu telefonieren, so einen Run auslöst, steht für mich in den Sternen. Muss wohl an Googles Aura liegen.

Chrome scheint einige technische Merkmale zu haben, die zukunftsweisend sein dürften (siehe das Google Chrome Erklärungs-Comic). Auf der anderen Seite der Medaille steht, dass jegliche Eingabe in die Adressezeile sofort an Google geschickt wird und auch jede Installation seine eigene eindeutige ID hat. Klingt nach einem Spionagetool erster Sahne.

Zwar kann man dem Browser die eindeutige ID entziehen, indem man eine eigene in die Konfiguration einträgt. Ebenso ist es möglich, das meiste der Nach-Hause-Telefoniererei abzuschalten, aber mal Hand aufs Herz: Warum sollte man einen Browser verwenden, den man erst noch umständlich konfigurieren muss? Bei all den guten Alternativen da draussen?


Alte Software


In früheren Zeiten habe ich einige Software entwickelt (alle für Microsoft Windows [Vista ist nicht getestet]). Einiges davon war sehr erfolgreich, z.B. der DX-Browser. Anderes weniger. Die Software gibts weiterhin hier zum Download, wird allerdings nicht mehr aktiv weiterentwickelt.