Microsofts Auswahldialog hat interessante "Alternativ-Browser"


Seit kurzem wird Microsofts Browser-Auswahldialog ausgeliefert, den Microsoft mit der EU ausgehandelt hat. Ich habe gerade eine XP-VM erstellt und bin somit zum ersten Mal "in the wild" mit diesem Dialog in Berührung gekommen. Darauf finden sich die normalen Verdächtigen (Firefox, Chrome, Opera, Safari und IE), aber was ich interessant finde, sind die ganzen anderen "Alternativ-Browser":


SlimBrowser, Maxthon, AvantBrowser - das sind alles Aufsätze auf den Internet Explorer. Das ist also der IE! Wow. So kann man den Leuten sein eigenes Zeug auch unterjubeln. Einfach einen anderen Namen drauf, und fertig ist das "neue Produkt". Das aber die gleiche Browser-Engine drunter liegt und somit die Sicherheitsprobleme des IE diese "Browser" auch alle treffen, davon steht nichts in den Werbetexten unter den Bildchen.

Immerhin muss ich das ziemlich genau wissen. Seiner Zeit waren diese "Browser" mal Konkurrenzprodukte zu meinem DX-Browser, ein damals relativ erfolgreiches Programm von mir aus der gleichen Liga. Hätte ich den DX-Browser weiterentwickelt, wäre er jetzt vielleicht auch in Microsofts Auswahldialog?

Typischer Browser-Nutzer


Hier eine lustige Zusammenfassung der gängisten Browser-Nutzer-Typen (klicken für volle Größe):

Typische Browser-Nutzer-Typen



Welcher Typ bist Du?

(Quelle: http://my.opera.com/chooseopera/blog/2008/10/01/typical-browser-users)

Browser durch temporären Cache beschleunigen


Unter Linux-Systemen ist es möglich, die Verzeichnisse für temporäre Dateien auf eine Art RAM-Disk auszulagern. Dafür gibt es den bequemen Weg über tmpfs. Interessant wird diese Option vor allem, wenn sehr viel RAM im System steckt, der meist brach liegt. Beispiel: In meinem PC sind 2 GB RAM, von denen i.d.R. nur 600 bis 700 MB verwendet werden, obwohl ich meist 7 oder noch mehr Programme offen habe (und 10+ Tabs in Opera).

Fügt man diese beiden Zeilen in seine /etc/fstab ein, kann man die temporären Dateien aller Programme komplett im RAM halten:

tmpfs     /tmp           tmpfs     defaults      0      0
tmpfs     /var/tmp       tmpfs     defaults      0      0

Vor allem Browser benötigen viel Cache für all die kleinen Bildchen, Skripte und sonstigen Dateien in Webseiten. Diese Cache-Verzeichnisse sind oft gefüllt mit 10.000 und mehr kleinen Dateien. Wenn diese Dateien komplett im RAM gehalten würden, dürfte das auf den meisten Systemen zu einer zum Teil drastischen Beschleunigung führen. Außerdem senkt es die Wahrscheinlichkeit einer Defragmentierung, auch wenn das unter Linux kein so großes Problem ist.

Wie ändert man die Cache-Verzeichnisse der Browser?

Google Chrome?


Zur Zeit ist Google Chrome der absolute Hype in der Medienlandschaft. Aber warum eine Beta-Software mit Sicherheitsmängeln und dem Zwang, mit eindeutiger ID nach Hause zu telefonieren, so einen Run auslöst, steht für mich in den Sternen. Muss wohl an Googles Aura liegen.

Chrome scheint einige technische Merkmale zu haben, die zukunftsweisend sein dürften (siehe das Google Chrome Erklärungs-Comic). Auf der anderen Seite der Medaille steht, dass jegliche Eingabe in die Adressezeile sofort an Google geschickt wird und auch jede Installation seine eigene eindeutige ID hat. Klingt nach einem Spionagetool erster Sahne.

Zwar kann man dem Browser die eindeutige ID entziehen, indem man eine eigene in die Konfiguration einträgt. Ebenso ist es möglich, das meiste der Nach-Hause-Telefoniererei abzuschalten, aber mal Hand aufs Herz: Warum sollte man einen Browser verwenden, den man erst noch umständlich konfigurieren muss? Bei all den guten Alternativen da draussen?


Alte Software


In früheren Zeiten habe ich einige Software entwickelt (alle für Microsoft Windows [Vista ist nicht getestet]). Einiges davon war sehr erfolgreich, z.B. der DX-Browser. Anderes weniger. Die Software gibts weiterhin hier zum Download, wird allerdings nicht mehr aktiv weiterentwickelt.