13.07.2008
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Fundstücke
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In Europa hat Google eine fast schon erdrückende Dominanz bei der Suche im Web. Der Marktanteil von Google beträgt hierzulande über 90%. Dabei findet Google auch nicht alles. Ebenso ist der Datenschutz bei Google ein Problem, immerhin speichert Google die Suchanfragen 18 bis 24 Monate und auch Cookies von Google haben 2 Jahre Laufzeit (allerdings dürfte sich das in naher Zukunft ändern:
EU-Richtlinie gibt Suchmaschinen die Behaltedauer von Benutzerdaten vor).
Aber das ist nicht das, was mich am Benutzen von Google nervt, sondern dass die meisten Webdienste von Google mit einem Benutzeraccount verknüpft sind. Wenn man Nutzer eines der vielen anderen Dienste von Google ist, ist man bei diesem Dienst wahrscheinlich oft eingeloggt. Führt man nun in einem anderen Tab- bzw. Browserfenster eine Suche durch, kann Google diese Anfrage mit dem eigenen Benutzeraccount verknüpfen. Somit weiß Google, was man als interessant betrachtet. Verknüpft man das auch noch mit den abbonierten Feeds in Google Reader, den Mails bei Google Mail und vielleicht noch den Dokumenten bei Google Docs, weiß Google so ziemlich alles, was der Nutzer online macht. Für genaue Benutzeranalysen stehen somit alle Mittel zur Verfügung.
Dem Ganzen kann man aber einfach entgehen und dabei doch noch die Google Dienste, die man interessant findet, weiter verwenden. Immerhin gibt es viele alternative Suchmaschinen, aber leider hinken diese im Echteinsatz Google doch oft hinterher (ist zumindest mein subjektiver Eindruck). Abhilfe schafft eine Metasuchmaschine:
Ixquick.com
Eine Metasuchmaschine sendet die Suchanfrage an viele andere Suchmaschinen und kombiniert die von diesen gelieferten Ergebnisse auf einer Seite. So ist es möglich, mit einer Anfrage zig Suchmaschinen abzufragen.
IXQuick sucht dabei bei vielen verschieden Suchmaschinen:
All the Web,
EntireWeb,
Open Directory,
AllesKlar,
Exalead,
QualiGO,
Altavista,
Gigablast,
Wikipedia,
Ask/Teoma,
MSN.de sowie
Yahoo sind das derzeit. Allerdings ist Google nicht darunter!
Und dabei achtet Ixquick noch auf den Datenschutz: Alle Daten werden nach maximal 48 Stunden gelöscht, verspricht der Anbieter. Dem dürfte auch so sein, denn Ixquick hat sogar ein
Zertifikat dafür erhalten. IXQuick wird auch von
Datenschützern empfohlen.
Es ist ziemlich einfach, Ixquick als Standardsuchmaschine in seinem Browser einzubauen. Dazu gibt es auch eine
Anleitung, allerdings leider nur auf Englisch.
In Opera muss man nur folgendes machen:
Auch die (verschlüsselte)
Ixquick-Startseite gehen und mit einem Rechtsklick ins Suchfeld das Kontextmenü öffnen. Dort findet man den Eintrag "
Suche erstellen ...". Klickt man darauf, erscheint ein Konfigurationsdialog von Opera. Dort kann man auch festlegen, dass dies die Standardsuchmaschine werden soll. Nach dem Bestätigen des Dialogs (evtl. noch ein Kürzel eintragen, z.b. "ix") findet man Ixquick nun im Suchfeld in der Adressleiste.

Hat man obige Schritte direkt über die verschlüsselte Seite aufgerufen, werden in Zukunft sogar die Suchanfragen selbst über eine SSL-geschützte Verbindung abgesetzt. Besser gehts kaum!