Ubuntu Karmic RC: Theme-Fehler bei Verbindung über NX

Kategorie Linux 24.10.2009    Kategorie Linux Linux    Tags nx, theme, ubuntu    Kommentare 0 Kommentare

Schon unter Ubuntu Jaunty gabs einen ärgerlichen Bug, wenn der Zugriff auf den Desktop über NX bzw. FreeNX lief: gnome-settings-daemon stürzte ab, wenn das keyboard-Plugin aktiv war. Resultat war, dass keine Themes funktionierten. Dieser ist nun zwar gefixt, aber unter Karmic gibts einen neuen, der genau das gleiche Bild liefert:

Ubuntu Karmic NX Bug
Allerdings liegt das diesmal am Plugin xrandr. Zur Behebung startet man über Alt+F2 den gconf-editor, navigiert dort zu /apps/gnome_settings_daemon/plugins/xrandr und enfernt das Häkchen bei active. Dann einmal aus- und wieder einloggen und alles erscheint im gewohnten Glanz:

Ubuntu Karmic NX Bug Fixed
Einen Bug-Report bei Launchpad gibts dazu auch schon. Mal gucken, ob das bis zum Release nächste Woche noch gefixt wird.

Nachtrag 09.11.: Sieht aus, als wäre das Problem gelöst.

Ubuntu Server: Spracheinstellungen ändern


Auch wenns total simpel ist, muss ich doch immer nachschlagen, daher hier mal kurz und knapp die notwendigen Schritte, um einen Ubuntu Server auf Deutsch umzustellen:

sudo aptitude install language-pack-de
sudo dpkg-reconfigure locales

Die beiden Dateien /etc/environment und /etc/default/locale um diese Zeile ergänzen:

LANG="de_DE.UTF-8"

Dann ein reboot.

Gartoon Redux-Icons in Ubuntu hinzufügen


Ich finde die Standard-Icons von Ubuntu ziemlich öde, daher tausche ich die immer mit den Icon-Paket Gartoon Redux von Krzysztof Kosiński aus. Diese Icons im Comic-Stil sind recht farbenfroh und öfters mal auch recht lustig anzuschauen. Das lockert die Arbeit spürbar auf.

Anstatt aber das Paket manuell runterzuladen und zu installieren, gibts auch ein PPA bei Launchpad dafür. Das ist natürlich noch viel feiner. Installation verläuft folgendermaßen:

Einbinden des PPAs (über Synaptic oder manuell in der Datei /etc/apt/sources.list):

deb http://ppa.launchpad.net/tweenk/ppa/ubuntu jaunty main
deb-src http://ppa.launchpad.net/tweenk/ppa/ubuntu jaunty main


Dann den Schlüssel für das PPA importieren:

sudo apt-key adv --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv-keys EAD78279


und abschließend noch das Paket gnome-icon-theme-gartoon-redux installieren:

sudo aptitude install gnome-icon-theme-gartoon-redux


Das wars. Dann kann unter "Erscheinungsbild" das neue Icon-Set gewählt werden. Passt sich ziemlich stimmig ins Human-Theme von Ubuntu ein.

ubuntu-system-panel - ein neues Menü für Ubuntu


Das Standardmenü von Gnome, das auch unter Ubuntu Verwendung findet, ist mit sein drei Einträgen "Anwendungen", "Orte" und "System" recht groß. Auf normal großen Bildschirmen natürlich kein Problem, aber auf einem Netbook mit kleinem Screen ist das was ganz anderes. Aber es gibt Abhilfe: das Projekt ubuntu-system-panel bietet eine Alternative an mit vielen Möglichkeiten, das Menü seinen Bedürfnissen anzupassen. Die Installation ist relativ simpel und im Wiki beschrieben.

Hier ein Screenshot vom Netbook. Wie man sieht, richtig viel Platz für die Fensterleiste. Sauber.

Ubuntu System Panel im Einsatz

Ubuntu 9.04 (Beta) auf Asus eeePC 900


Vor ein paar Tagen beschrieb ich die gelungene Installation vom Ubuntu Jaunty Netbook Remix auf meinem Asus eeePC 900. Nachdem ich nun einige Zeit damit gearbeitet habe, habe ich mich heute dazu entschlossen, wieder ein "normales", herkömmliches Ubuntu zu installieren. So nett der Netbook Remix mit der auf kleinen Bildschirmen optimierten Oberfläche auch ist - im Praxiseinsatz war es für mich eher hinderlich. Vielleicht bin ich die normale Oberfläche auch schon zu gewohnt, aber ich war unterm Strich bei der meisten Arbeit langsamer und es fühlte sich einfach nicht so "rund" an. Einen wirklich rationalen Grund gibt es wohl nicht - aber mit dem Standard-Gnome-Desktop (mit Anpassungen) komme ich einfach besser zurecht.

Die Installation der neuesten Version funktioniert immer noch genauso, wie im Artikel zu Ubuntu Hardy beschrieben. Allerdings - wie auch schon beim Netbook Remix-Test erwähnt - funktionieren die meisten Dinge out-of-the-box, bei denen zuvor manuell nachgebessert werden musste.

Zuerst muss ein USB-Stick zur Installation vorbereitet werden. Wer ein Ubuntu Intrepid 8.10-System zur Verfügung hat, kann einfach das Programm usb-creator verwenden. Das erledigt die gesamte Einrichtung des Sticks vollautomatisch. Sehr feines Ding!
Andere Wege sind im deutschen Wiki beschrieben.

Die Installation selbst verläuft wie gewohnt. Es empfiehlt sich allerdings, schon ext4 als Dateisystem zu verwenden: Die Performance ist spürbar besser als bei ext3!

Nach der Installation wird ein nicht-freier Madwifi-Treiber für WLAN angeboten. Ich habe diesen aber nicht installiert, da das WLAN sofort fehlerfrei funktionierte.

Das funktioniert alles:
- Funktionstasten (bis auf die fürs WLAN Fn+F2, da passiert nichts)
- WLAN
- Sound
- Webcam

Nicht getestet habe ich das Mikrophon, da ich es eh nicht verwende.

Die Compiz-Einstellung, damit Fenster auch über den Rand des Monitors geschoben werden können, empfiehlt sich weiterhin:

sudo gconftool-2 --set /apps/compiz/plugins/move/allscreens/options/constrain_y --type bool 0

Die Prozessortaktung geht nachwievor nicht automatisch, da das entsprechende Kernel-Modul fehlt. Die Installation verläuft exakt wie im alten Artikel beschrieben. Ebenso habe ich auch die dort beschriebenen Optimierungen vorgenommen, um das Swappen z.b. so weit wie möglich zu unterbinden.

Allerdings sind diese Anpassungen optional, so dass durchaus gesagt werden kann, dass Ubuntu 9.04 reibungslos auf dem Asus eeePC 900 funktioniert.

Ubuntu 9.04 Netbook Remix (Beta)


Ich nenne einen Asus eeePC 900 mein Eigen, auf dem Ubuntu frisch und fröhlich seinen Dienst schiebt. Mit ein paar Handgriffen lief auch Version 8.04 bzw. 8.10 einwandfrei. Vor kurzem flatterte eine Mail mit dem bezeichnenden Betreff "Ubuntu Netbook Remix 9.04 Beta released" in meinen Posteingang. Da ich das Netbook in erster Linie zum Surfen und "Server überwachen" verwende und da im Moment keine wichtigen Daten drauf sind, dachte ich mir, könnte ich die Beta doch mal ausprobieren.

Also das USB-Image der Beta heruntergeladen. Auf einen USB-Stick bekommt man das recht einfach:

sudo dd if=ubuntu-9.04-beta-netbook-remix-i386.img of=/dev/sdb1 bs=1024
/dev/sdb1 muss hierbei natürlich mit dem richtigen Wert ersetzt werden. Dieser kann leicht über mount herausgefunden. Einfach schauen, wo der USB-Stick gemountet wurde.

Die Installation verlief einwandfrei und einfach, wie von Ubuntu gewöhnt. Die Eingabemasken sind nun an die kleine Bildschirmgröße angepasst und werden bildschirmfüllend dargestellt. Bei der Partionierung habe ich gleich das neue Dateisystem ext4 ausgewählt. Wenn schon, denn schon. Wink

Beim ersten Start war ich regelrecht überrascht - wo die Vorgängerversion ca. 70 Sekunden brauchte, um vollständig zu booten, ist die neue in nicht mal 30 Sekunden einsatzbereit. Wahnsinn!

Der Netbook-Remix präsentiert sich recht ansprechend und aufgeräumt (klicken für Originalgröße):
Ubuntu 9.04 Netbook Remix

Was mich aber noch mehr erstaunte bzw. erfreute, ist, dass sofort alles out-of-the-box funktionierte: WLAN, Mikro, Webcam, Sound. Alles klappte sofort. Das einzige Manko, das mir bisher aufgefallen ist: Die Grafikperformance ist recht bescheiden in der neuen Menüstruktur. Aber das dürfte auf die Beta zurückzuführen sein. Anwendungen wie Firefox etc. laufen genauso schnell wie bei 8.10 auch.

Ansonsten ein absolut empfehlenswertes Upgrade: Ubuntu ist endlich richtig auf den Netbooks angekommen! Abgesehen von der Grafikperformance läuft das System rund. I'm very impressed. Cheesy

pyxml in Ubuntu anyone?


Heute wollte ich die DocBook-Ausgabe in MoinMoin aktivieren, aber ich erhielt nur einen Fehler:

ImportError: No module named ext.reader

Da fehlte also augenscheinlich was auf dem Server. Angeblich soll es reichen, python-xml (und python-lxml) zu installieren, aber das war schon installiert. Nach etwas Recherche fand ich heraus, dass in Ubuntu Hardy (und Intrepid auch) zwar die XML-Dinge installiert sind, allerdings als oldxml in site-packages verlinkt sind. Reichlich mysteriös. So klappt natürlich kein Import in irgendwelchen Python-Skripten.

Eine kurzfristige "Lösung", oder besser ein Workaround, ist das folgende:

cd /usr/lib/python2.5/site-packages
sudo ln -s oldxml/_xmlplus/ xml

Dann steht unter xml alles bereit, so dass Imports wieder funzen. Testen am besten im Python-Interpreter:

Python 2.5.2 (r252:60911, Jul 31 2008, 17:28:52) 
[GCC 4.2.3 (Ubuntu 4.2.3-2ubuntu7)] on linux2
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>> from xml.dom.ext.reader import Sax
>>> exit()

Das funktioniert zwar, aber so richtig zufrieden bin ich damit nicht. Bei jedem OS-Update (Jaunty bald z.B.) könnte es evtl. da Probleme geben, also im Hinterkopf behalten und vor dem Update den Link lösen und schauen, ob es sich gebessert hat - falls nicht, kann der Link ja wieder gesetzt werden.

Syslog-Fehlermeldungen von console-kit-daemon

Kategorie Linux 01.02.2009    Kategorie Linux Linux    Tags ubuntu    Kommentare 0 Kommentare

Auf einem Ubuntu Intrepid-System erschienen im Syslog in regelmäßigen Abständen Meldungen wie:

Feb  1 13:39:01 bheil console-kit-daemon[28977]: CRITICAL: cannot initialize libpolkit
Feb  1 13:40:02 bheil console-kit-daemon[29272]: WARNING: Could not determine active console
Feb  1 13:40:02 bheil console-kit-daemon[29272]: WARNING: Error waiting for native console 3 activation: Invalid argument
Feb  1 13:40:02 bheil console-kit-daemon[29272]: WARNING: Error waiting for native console 4 activation: Invalid argument
Feb  1 13:40:02 bheil console-kit-daemon[29272]: WARNING: Error waiting for native console 5 activation: Invalid argument
Feb  1 13:40:02 bheil console-kit-daemon[29272]: WARNING: Error waiting for native console 1 activation: Invalid argument
Feb  1 13:40:02 bheil console-kit-daemon[29272]: WARNING: Error waiting for native console 7 activation: Invalid argument
Feb  1 13:40:02 bheil console-kit-daemon[29272]: WARNING: Error waiting for native console 8 activation: Invalid argument
Feb  1 13:40:02 bheil console-kit-daemon[29272]: WARNING: Error waiting for native console 9 activation: Invalid argument

Dies ließ sich recht einfach durch Installation des Pakets policykit und anschließendem Reboot beheben.

Das Problem kam durch die Installation eines Programms, das dbus verwendet. Zwar wurde dbus und in Folge auch libpolkit installiert, aber für das fehlerfreie Funktionieren wird eben auch noch das Paket policykit benötigt - zumindest in diesem Fall. Dieses wurde aber von aptitude nicht als Abhängigkeit mitinstalliert.

Es kann gut sein, dass dies nur in diesem speziellen Fall so ist, aber wer sich über ähnliche Meldungen wundert, sollte mal schauen, ob policykit installiert ist und falls nicht, dies mal zum Test installieren. Vielleicht ist die Lösung ja auch da so einfach ...

Spam mit Greylisting bekämpfen


Wer einen Mail-Server auf Open Source-Basis betreibt, kann sehr viel Spam-Aufkommen verhindern, indem Greylisting zum Einsatz kommt.

Greylisting ist ein ganz einfaches Prinzip: Will ein Mail-Server eine Mail anliefern, wird diese erstmal abgewiesen. Gut konfigurierte Mail-Server versuchen die Zustellung einige Zeit später nochmals. Nun wird die Mail auch angenommen und alles geht den gewohnten Gang.

Die meisten Spammer jedoch verschicken ihren Müll nur einmal - und somit kommt der Spam nicht an, da er beim ersten Zustellversuch abgewiesen wird.

Der Einsatz dieser Methode hat das Spam-Aufkommen ziemlich genau halbiert. Greylisting blockt 50% meines Spams, bevor dieser überhaupt das System erreicht. Sehr effizient. (Um den Rest kümmert sich SpamAssassin.)

Das Manko an dieser Methode ist, dass es - je nach Konfiguration des Senders - zu gehörigen Verzögerungen kommen kann. Ich konnte beobachten, dass Mails erst nach 20 Minuten ein zweites Mail gesendet wurden. Das heißt, auch erwünschte Mails verzögern sich bis zu 20 Minuten, anstatt sofort im Posteingang zu landen. Allerdings nur beim ersten Verbindungsaufbau: Ist die Quelle schon als "sicher" eingestuft, geht beim zweiten Mal das Einliefern ohne Verzögerung.

Unter Debian/Ubuntu ist die Installation und Konfiguration sehr einfach, wenn Postfix als MTA zum Einsatz kommt. Dann kann das Programm Postgrey eingesetzt werden, das in den Quellen verfügbar ist. (Postgrey soll auch mit Exim laufen, aber das habe ich nicht getestet.)

Nach dem Installieren mit sudo aptitude install postgrey muss Postfix darüber unterrichtet werden, Postgrey einzubinden. Dazu fügen wir in der Datei /etc/postfix/main.cf die Zeile check_policy_service inet:127.0.0.1:60000 ein im Abschnitt smtpd_recipient_restrictions. Das ganze sieht bei mir so aus:

smtpd_recipient_restrictions = 
    permit_mynetworks 
    permit_sasl_authenticated 
    reject_unauth_destination 
    reject_non_fqdn_recipient
    reject_unknown_recipient_domain
    check_policy_service inet:127.0.0.1:60000
    permit

Danach muss Postfix noch neu die Konfiguration einlesen mittels sudo /etc/init.d/postfix reload. Wenn alles klappt, sieht man nun Dinge wie folgende Zeile in den log-Files:

Oct 24 04:40:01 bheil postfix/smtpd[8878]: NOQUEUE: reject: RCPT from 227.52.218.87.dynamic.jazztel.es[87.218.52.227]: 450 4.2.0 benjamin.heil@bheil.net: Recipient address rejected: Greylisted, see http://postgrey.schweikert.ch/help/bheil.net.html; from=imetak1959@BIGSKYLAWYERS.COM to=benjamin.heil@bheil.net proto=ESMTP helo=227.52.218.87.dynamic.jazztel.es

Dieses Beispiel war eine Spam-Mail, die ich kein zweites Mal gesehen hab. Smile

Die Debian/Ubuntu-Standard-Postgrey-Konfiguration sieht eigentlich so gut aus, dass man da nichts machen muss. Falls doch, liegen die Config-Files unter /etc/postgrey bzw. /etc/default/postgrey.

OpenDNS-Server auch bei Verwendung von DHCP erzwingen


Wenn man seine IP per DHCP im lokalen Netz zugewiesen bekommt, wird auch der DNS-Server verwendet, den der DHCP-Server ausliefert. Manchmal gibt es aber nicht die Möglichkeit, die DNS-Einstellungen im DHCP-Server zu ändern. Bei mir zu Hause kommt eine recht alte Fritz.Box als Router zum Einsatz, die diese Option z.B. nicht bietet. Dennoch möchte ich gern die DNS-Server von OpenDNS verwenden.

Wollen wir dennoch dafür sorgen, dass andere DNS-Einstellungen verwendet werden, können wir dies unter Debian/Ubuntu relativ einfach mit einem eigenen Skript lösen (es gibt auch andere Methoden, aber dieses Skript erscheint mir am universellsten).

Zuerst erstellt man eine Datei /etc/network/if-up.d/reset-dns-settings und fügt folgenden Inhalt ein:

#!/bin/bash

cp /etc/resolv.default /etc/resolv.conf

Danach muss diese Datei ausführbar gemacht werden:

sudo chmod +x /etc/network/if-up.d/reset-dns-settings

Als nächstes muss man noch die Datei /etc/resolv.default anlegen, die die DNS-Server enthält, die man verwenden will. Diese Datei kann z.B. folgenden Inhalt haben:

# OpenDNS-Server verwenden
nameserver 208.67.222.222
nameserver 208.67.220.220

Das wars. Somit wird jedes Mal, wenn das Netzwerk hochgefahren wird, das Skript ausgeführt, dass die Einstellungen für die DNS-Server mit unseren überschreibt.
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