Gelungenes Upgrade auf Ubuntu Hardy


Heute nachmittag habe ich mir die Zeit genommen, alle meine Systeme (Homeserver, Desktop und Laptop) aufs neue Ubuntu Hardy zu aktualisieren. Was soll ich sagen? Ich habe noch nie so ein einfaches, reibungsloses Upgrade eines gesamten Systems gehabt. Alles funktioniert einwandfrei! Ich bin regelrecht begeistert.

Allerdings gab es eine Sache: Windows-Programme, die mit Wine bzw. Crossover Games laufen, starteten nicht mehr. In der Konsole wurde folgendes ausgegeben:

preloader: Warning: failed to reserve range 00000000-60000000


Wordpress-Upgrade auf 2.3.3


Wegen einer Sicherheitslücke wurde Wordpress soeben aktualisiert. Das hier ist ein Test, ob noch alles funktioniert. Also bitte weitergehen, es gibt hier nichts zu sehen ... Wink

Blog auf neueste Wordpress-Version umgestellt


Soeben wurde der Blog hier auf die neueste Wordpress-Version umgestellt. Dies hier ist mehr ein Testbeitrag, um zu gucken, ob auch alles soweit funktioniert.

Xubuntu auf Gutsy upgraden


Es ist zwar noch eine Woche hin, bis Gutsy offiziell erscheint, aber bei meinem ziemlich alten Notebook (PIII 700 MHz, 256 MB RAM), auf dem Xubuntu Feisty lief, dachte ich mir, dass ich das Upgrade auf Gutsy doch jetzt schon mal wagen kann.

Xubuntu ist ein normales Ubuntu, allerdings ist dort die Xfce-Oberfläche statt GNOME in Verwendung. Xfce ist für alte bzw. leistungsarme Rechner konzipiert. Mein Notebook jedenfalls läuft damit erstaunlich schnell (und Xubuntu hängt auch XP locker ab).

Da ich keine Möglichkeit für ein grafisches Upgrade gefunden habe und ich eh gern mit aptitude arbeite, habe ich das Upgrade auf der Kommandozeile durchgeführt. Allerdings wird dies nicht empfohlen! In der Regel sollte man, wo immer möglich, das graphische Upgrade verwenden, wie hier beschrieben.

Nun gut, das Experiment kann beginnen:
Zuerst habe ich mit

sudo vim /etc/apt/sources.list

die Quellen bearbeiten und jedes Vorkommen von "feisty" kurzerhand mit "gusty" ersetzt. Dann mittels

sudo aptitude update

die Paketeliste aktualisiert und zu guter letzt mit

sudo aptitude dist-upgrade

die Aktualisierung gestartet (mit -s evtl. erst mal nachschauen, was er denn genau machen würde, s wie Simulation).

Fast 1 GB an Daten hat er runtergeladen, knapp 850 Pakete. Allerdings muss man hier erwähnen, dass ich doch recht viele Programme auf dem Notebook installiert habe und zu fast jedem Paket entsprechende Dokumentationen, wenn verfügbar (Plattenplatz ist mit 80GB recht viel vorhanden Wink ). Bei schlanken Installationen dürfte das also wesentlich weniger sein.

Das Upgrade zog sich in die Länge, das muss ich sagen - aber das dürfte mit der Perfomance des Notebook zu tun haben. Ich vermute, bei einem aktuelleren Rechner dürfte das in 40 Minuten locker gelaufen sein - inklusive runterladen. Das Notebook war doch gut 2,5 Stunden schwer beschäftigt.

Irgendwann hat aptitude einfach abgebrochen! Allerdings habe ich daraufhin die letzte Anweisung (sudo aptitude dist-upgrade) einfach nochmals ausgeführt und er hat auch klaglos weitergemacht.

Nur mit dem Paket "pidgin", dass ich damals manuell von getdeb runtergeladen und installiert hatte, gab es Probleme. Allerdings war auch das nicht wirklich ein ernstes Problem: Mit sudo dpkg -l | grep pidgin die installierten Paketnamen herausfinden und mit aptitude remove pidgin pidgin-data die entsprechenden Pakete entfernen. Allerdings wollte er dann das Pakete xubuntu-desktop auch entfernen, aber das brauch ich ja noch - ist ja immerhin ein Xubuntu, also sollte auch das Metapaket dafür installiert sein. Wink
Aber no risk, no fun! Also hab ich ihn mal machen lassen und sofort danach mittels aptitude install xubuntu-desktop das Paket wieder installiert - diesmal mit dem aktuellen Pidgin aus den Gutsy-Quellen! Also alles im Lot.

In Zukunft werde ich soweit nur irgend möglich nur noch Software verwenden, die in Ubuntu verfügbar ist. Man spart sich viel Ärger, und da alle 6 Monate ein Release erscheint, ist man auch nicht wirklich weit hintendran.

Ok, alles lief bis dahin bis auf das kleine pidgin-Problemchen fehlerfrei durch. Also kam jetzt der große Moment: Neu starten! Grub bot mir auf gleich einen 22er-Kernel an, und zwar nicht (nur) den generic, sondern die 386er-Version. Diese war auch die Standardauswahl, also lies ich diesen Kernel booten.

Nach erfolgreichem Start überraschte mich Xubuntu damit, dass proprietäre Treiber verfügbar wären. Wow, dacht ich mir, das wird vielleicht der ATI-Treiber für die alte ATI-Grafikkarte sein, die in dem Notebook verbaut ist. Aber als ich den Dialog aufrufen wollte, wurde ich informiert, dass für meinen Kernel nicht die entsprechenden restricted-modules installiert seien. Das war weniger schön (ein Anfänger hätte hiermit evtl. schon sein Problem, das wird bis zum Release hoffentlich noch gefixt).
Ich schaute nach, welche Pakete installiert waren: leider nur das für den generic-Kernel. Also mit aptitude das Paket für den 386er-Kernel nachinstalliert, neu gebootet und siehe da: Er bot mir nicht den vermuteten ATI-Treiber an, sondern einen Treiber für das Softwaremodem im Notebook. Da ich das nicht verwende (und noch nie verwendet habe), hatte ich daran gar nicht gedacht - aber Xubuntu hat es erkannt. Etwas, was nichtmal XP mit allen Patches etc. tut.

Ansonsten läuft alles wunderbar. Das Upgrade auf Gutsy war also ein voller Erfolg und jede installierte Software scheint reibungslos zu laufen. Bis auf das fehlende Paket für die restricted-modules des Kernels und das Problem mit dem Pidgin-Paket (was ich durch Fremdquelleninstallation ja selbst zu verantworten habe Wink ) also eine runde Sache. Und für ein System, das derzeit noch im Beta-Stadium ist, absolut vorbildlich.

Auf meinen Rechnern, die produktiv am werkeln sind, werde ich das dennoch erst nach offiziellem Release machen, obwohls in den Fingern juckt. Gutsy scheint ein guter Wurf zu werden - vielleicht nicht der ganz große, aber definitiv eine sinnvolle Weiterentwicklung mit vielen Detailverbesserungen. Ich freu mich drauf ... Smile