Browser durch temporären Cache beschleunigen


Unter Linux-Systemen ist es möglich, die Verzeichnisse für temporäre Dateien auf eine Art RAM-Disk auszulagern. Dafür gibt es den bequemen Weg über tmpfs. Interessant wird diese Option vor allem, wenn sehr viel RAM im System steckt, der meist brach liegt. Beispiel: In meinem PC sind 2 GB RAM, von denen i.d.R. nur 600 bis 700 MB verwendet werden, obwohl ich meist 7 oder noch mehr Programme offen habe (und 10+ Tabs in Opera).

Fügt man diese beiden Zeilen in seine /etc/fstab ein, kann man die temporären Dateien aller Programme komplett im RAM halten:

tmpfs     /tmp           tmpfs     defaults      0      0
tmpfs     /var/tmp       tmpfs     defaults      0      0

Vor allem Browser benötigen viel Cache für all die kleinen Bildchen, Skripte und sonstigen Dateien in Webseiten. Diese Cache-Verzeichnisse sind oft gefüllt mit 10.000 und mehr kleinen Dateien. Wenn diese Dateien komplett im RAM gehalten würden, dürfte das auf den meisten Systemen zu einer zum Teil drastischen Beschleunigung führen. Außerdem senkt es die Wahrscheinlichkeit einer Defragmentierung, auch wenn das unter Linux kein so großes Problem ist.

Wie ändert man die Cache-Verzeichnisse der Browser?

100 Dinge über Vista


Ohne viel Umschweife, hier ein Link zu einer Sammlung von Zitaten über Vista und dessen Scheitern. Darin kann man sich etwas vertiefen, es bietet viele Links zu echt interessanten und aufklärenden Artikeln.

Die Probleme von Windows Vista


Auf Microsoft Watch fragte Joe Wilcox, was denn mit Vista falsch läuft. Seine Schlußfolgerungen sind - hmmm - "gewöhnungsbedürftig", wie so oft. Aber in den Kommentaren dazu antwortet der User "bubu". Diese Antwort möchte ich hier mal übersetzen, da sie sehr gut die Probleme von Vista zusammenfasst und warum man - auch meiner Meinung nach - davon nur Abstand nehmen kann (die Übersetzung ist frei nach Schnauze, also nur inhaltlich, nicht wörtlich):


1. Vista ist zu teuer. Ein Betriebsystem sollte nicht soviel kosten. Warum sollte man Windows verwenden, wenn man Linux kostenlos oder Mac OSX für 100 $ haben kann? Das ist lächerlich. Vista Ultimate kostet um die 500.- €!

2. Vista ist zu besitzergreifend und braucht zu lange zum installieren. 15 GByte und eine DVD für ein Betriebssystem? Das ist verrückt. Kein OS sollte mehr als eine CD benötigen. Nur die OS-Kernkomponenten und Netzwerktreiber sollten auf eine CD... Der Benutzer kann den Rest über das Internet herunterladen. In Anbetracht der Tatsache, dass Vista zur Aktivierung eh ins Internet muss ...

3. Vista wurde zu früh veröffentlicht mit Tonnen von Fehlern.

4. Vista bringt nichts neues. Nur DirectX 10 ist innovativ und das kommende OpenGL 3 wird die selbe Funktionalität auch unter XP verfügbar machen. DirectX 10 nur auf Vista hilft keinem. Aero ist nur eine schlechte Kopie von Compiz oder Max OSX.
WinFS klang interessant, aber sie entschieden sich dazu, dass nicht zu bringen.

5. Vista ist ineffizient und vebraucht massig Ressourcen. Vista braucht einen großen Computer, um flüssig zu laufen. Ein Betriebssystem sollte schneller und effizienter im Laufe der Zeit werden, nicht anders herum. Ubuntu verbraucht 48 MB beim Start - und Vista fast 1 GB.

6. Vistas Kopierschutz, DRM und Aktivierung nerven. Legale Benutzer werden zu stark belangt. Das OEM Lizenzsystem ist ebenso unbrauchbar ... man ändert ein bischen was an der Hardware und braucht eine neue Lizenz.

7. UAC und das Sicherheitssystem. Ich möchte kein Popup sehen, wenn ich einen Eintrag im Startmenü verschiebe ...

8. Fehlen von Treiber und Support. Manche Treiber sind absolut unbrauchbar, für andere gibts es gar keine (mehr) ...
[Eigentlich ja ein Punkt, den man Linux "vorwirft" - komischerweise läuft da aber soweit alles, was ich bisher getestet habe]

9. Entwickler konnten nichts für Vista schreiben, solange VS2008 nicht draussen war. Die Frage ist warum man etwas exklusiv für nicht-portable Microsoft-Technologien schreiben sollte, wenn man das auch unter Einsatz von Eclipse, Netbeans, Java oder Open-Source-Bibliotheken machen kann?

10. Hört Microsoft auf die EU in Bezug auf die Monopolstellung und in sich geschlossene Technologien ... oder bezahlt 500 Mrd als Strafe? Microsoft sollte ihre Denkweise und den Code öffnen, damit User frei wählen können.

11. Es gibt zuviele verschiedene Vista-Versionen. Sie sollten Mac oder Ubuntu kopieren: Es gibt eine Desktop-Version mit allem dabei und eine Server-Version.

12. Die Ultimate-Version ist wertlos. Sie versprachen so viel und bisher gibt es kaum etwas davon...

13. Vista kam zu spät ... so wurde XP zu stark.

Nach all dem entschieden wir uns zu dem Wechsel zu Ubuntu und jetzt sind wir sehr glücklich darüber. Danke, Vista!


Soweit bubu. Ich schließe mich dem allem mal an - nur dass ich persönlich auf allen Systemen den Wechsel zu Kubuntu gemacht habe, da ich KDE vorziehe. Aber das ist mehr eine Geschmacksfrage.

Klar kann man über einige Dinge diskutieren (z.B. Punkt 8 mit den Treibern, was mehr an die Hardwarehersteller gerichtet ist oder Punkt 2: Nutzer ohne Internet oder mit Dial-Up-Verbindung hätten so das Nachsehen, dennoch sind 15 GB einfach nur grotesk), aber ändert das nichts am Gesamteindruck.

Und ca. 90% meiner Windows-Spiele laufen auch problemlos unter Wine - es gibt also wirklich keinen Grund mehr, sich das obige anzutun.

Vista-Fehlermeldung


Das ist zwar nicht mir passiert, aber diese Fehlermeldung ist köstlich:

Vista Error Message Aufs Bild klicken zum Vergrößern



Zu Deutsch frei nach Schnauze: "Sie haben nicht die Rechte, die derzeitigen Rechte-Einstellungen für Eigenschaften zu sehen, aber Sie können die Rechte-Einstellungen ändern." Ja, ne, is klar ... Wink

Empfehlenswerter Artikel: DRM killt Vista!


Im PC Magazin kann man einen sehr interessanten Artikel über DRM in Vista lesen.

Artikel des PC Magazins
DRM bezeichnet Verfahren, mit denen die Nutzung (und Verbreitung) digitaler Medien kontrolliert werden soll. Microsoft versucht hier, ein weiteres Monopol aufzubauen, dass sich dann auf die komplette Nutzung digitaler Medien ausbreiten dürfte. Dies ist eine Gefahr, die man nicht unterschätzen sollte.

Das ist der größte Grund, ein Upgrade auf Vista absolut zu vermeiden, wo es nur möglich ist. Das und die zweifelhafte Perfomance (was jedoch miteinander zusammenhängt, wie der Artikel auch erklärt).

Interessant finde ich hierbei allerdings, dass gern von der "Verteidigung der Freiheit" gesprochen wird und gerade solche Einschränkungen der persönlichen Freiheit klaglos durchgehen. Wenn man mit seinem Rechner nicht mehr machen kann, was man gern würde bzw. was damit möglich ist, ist das eine gewaltige Einschränkung. Das ist etwas paradox, das ganze ...

Lesenswert in diesem Zusammenhang ist auch folgender (englischer) Artikel:

What's wrong with Microsoft Windows Vista?